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	<title>PHILOSOPHIE JETZT</title>
	<link>http://cognitiveagent.org</link>
	<description>Notizen zum neuen Weltbild (cagent@cognitiveagent.org)</description>
	<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 10:42:38 +0000</pubDate>
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		<title>PHILOSOPHIE JETZT</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 10:42:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cagent</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[(1) Dieser Blog steht unter dem Thema &#8216;Philosophie Jetzt&#8217;. Lange Zeit war mir selbst nicht klar, was dies genau heißt&#8230; so eigentümlich dies für einen Leser auch klingen mag. Es gab nur so ein unbestimmtes, dennoch sehr starkes, &#8216;Gefühl&#8217;, dass eine begriffliche Vermittlung zwischen all den heute umher schwirrenden Denkkonzepten notwendig sei, für uns alle.

(2) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm">(1) Dieser Blog steht unter dem Thema &#8216;Philosophie Jetzt&#8217;. Lange Zeit war mir selbst nicht klar, was dies genau heißt&#8230; so eigentümlich dies für einen Leser auch klingen mag. Es gab nur so ein unbestimmtes, dennoch sehr starkes, &#8216;Gefühl&#8217;, dass eine begriffliche Vermittlung zwischen all den heute umher schwirrenden Denkkonzepten notwendig sei, für uns alle.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">(2) Ein bischen wie &#8216;herumstochernd im Nebel&#8217; habe ich versucht, mich über verschiedene kleine Reflexionen an das &#8216;Thema&#8217; heran zu tasten.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">(3) Dem Vortag in Bremerhaven kommt insoweit eine besondere Bedeutung zu als er jenen Punkt markiert, bei dem die vorangehende Suche einen ersten &#8216;Teilerfolg&#8217; erzielen konnte: die Rolle der Philosophie und darin ihre &#8216;Notwendigkeit&#8217; für unser heutiges Denken wurde mir persönlich so weit klar, dass ich ab jetzt mit Überzeugung sagen kann, dass wir philosophisches Denken brauchen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">(4) Das philosophische Denken richtet sich &#8216;auf sich selbst&#8217;; das Denken versucht, &#8217;sich selbst&#8217; zu denken. Dieses &#8216;Wissen um sich selbst&#8217; ist spezifisch für den homo sapiens (nicht absolut, wie die moderne Verhaltensforschung zeigt)  und dieses Wissen unterscheidet sich deutlich vom empirisch-wissenschaftlichen Denken, das sich in seinem Gegenstandsbereich auf jene Phänomene beschränkt, denen &#8216;etwas in der Außenwelt&#8217; korrespondiert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">(5) Zugleich wurden aber auch die Grenzen eines philosophischen Denkens sichtbar: die biologischen Voraussetzungen des Denkens sind nach heutigem Kenntnisstand &#8216;real&#8217;: wir können nur denken, weil wir ein Gehirn in einem Körper haben, die beide im Laufe von 3.2 Milliarden Jahren ihre heutige Form gefunden haben. Die Erforschung der Evolution als Teilgeschehen in der Entstehung des messbaren Universums hat sehr viele neue Perspektiven eröffnet, die zum Verständnis des Körpers, des Gehirns und des Bewusstseins beigetragen haben.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">(6) Das Fortschreiten der empirischen Wissenschaften –-insbesondere der Physik&#8211; zeigt aber auch, dass die methodische Ausklammerung des Subjektiven durch Festlegung auf empirische Phänomene, reproduzierbaren Messverfahren und mathematische Modelle mehr und mehr die Grenzen dieser Methode erkennen lässt. Die meisten Wissenschaftler wenden diese Methoden an, sind sich aber deren Voraussetzungen und deren Einbettung in das subjektive Denken nicht bewusst.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">(7) Die Grenzen des empirischen Verfahrens sind vielfältiger Natur: (i) Schon die Quantenphysik enthüllte mit dem &#8216;Unschärfeproblem&#8217; die Grenzen der Messbarkeit. Wenn &#8216;Messen&#8217; bedeutet, den Gegenstand des Messens zu &#8216;verändern&#8217;, so dass das, was man messen will, durch das Messen nicht mehr das ist, was man eigentlich messen will (Heisenberg). (ii) Die Mathematik und Meta-Mathematik macht deutlich, dass die verschiedenen verfügbaren physikalischen Erklärungsmodelle noch kein einheitliches Modell bieten; ganz zu schweigen von der Tatsache, dass die Phänomene des &#8216;Lebendigen&#8217; nicht in das Schema der bekannten physikalischen Prinzipien zu passen scheinen  (Schrödinger, Heisenberg). (iii) Die Meta-Mathematik und Logik haben ferner aufgezeigt, dass formale Theorien ab der Ausdrucksstärke von Theorien erster Stufe (und das betrifft nahezu alle mathematischen und physikalischen Theorien) nicht mehr absolut entscheidbar sind (Gödel, Turing). (iv) Auch empirische Wissenschaftler leben letztlich von der Kommunikation ihres Wissens. Dazu müssen sie eine Sprache L benutzen, die in der Lage ist, sowohl ihre Messwerte, die Umstände des Messens wie auch die mathematisch formulierten Sachverhalte mit einer &#8216;klaren Bedeutung&#8217; zu benutzen. Eine semiotische (= zeichentheoretische, auch linguistisch/ sprachpsychologische/ sprachphilosophische) Analyse kann aber aufzeigen, dass übliche mathematische Modelle in dieser Weise nicht zweifelsfrei kommunizierbar sind (Suppe). (i) – (iv) zusammenfassend bedarf es einer Reflexion auf diese Sachverhalte und deren Voraussetzung. Dies kann nur eine philosophische Reflexion sein, die in Gestalt von Wissenschaftsphilosophie (oder Wissenschaftstheorie) genau dies tut.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">(9) Damit schließt sich der Kreis. Den Ausgangspunkt jeglichen Denkens des Denkens bildet zwangsläufig das philosophische Denken. Dieses wird durch das partielle Denken im empirischen Muster ergänzt/ korrigiert. Das empirische Denken hat selbst Voraussetzungen und Grenzen, die wiederum auf das philosophische Denken verweisen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">(10) Dieser sich hier andeutende &#8216;Zirkel&#8217; besitzt eine gewisse &#8216;unendliche Endlichkeit&#8217;, da das in sich unabschließbare philosophische Denken keinen natürlichen Endpunkt (&#8217;Fixpunkt&#8217;) finden kann. Auch das partielle empirische Denken findet offensichtlich in seinem Gegenstandsbereich der  empirischen Welt bislang keine absoluten Haltepunkte: in Richtung der &#8216;kleinsten&#8217; Teilchen und der &#8216;größten Distanzen&#8217; gibt es bislang keinen klaren Endpunkt (&#8217;Fixpunkt&#8217;).</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">(11) Bei der Vermittlung dieser neuen Perspektive kann es –zumindest nicht in erster Linie&#8211; darum gehen, ein weiteres neues Buch zu schreiben. Wichtig ist vor allem, dass möglichst viele Menschen durch Gespräche in ihrem Alltag diese neuen Perspektiven kennen- und verstehen lernen. Eine der erhofften Wirkungen wäre die einer neuen Klarheit und einer daraus resultierenden neuen Offenheit, nicht Verwirrung und Dogmatismus.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">
<p style="margin-bottom: 0cm">(12) Ich persönliche sehe drei Dimensionen der Realisierung dieses neuen Denkens: (i) Philosophische Gespräche und Texte für die allgemeine Perspektive; (ii) formale Strukturen und Modelle (einschließlich Softwaresimulationen)  zur Klärung von Details; (iii) Verbesserung von Serviceleistungen und Produkten im Alltag, die dazu beitragen, im Alltag diese Klarheit zu finden. Dazu gehören z.B. Informations- und Lernprozesse im Alltag.</p>
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		<item>
		<title>Philosophie der Zukunft - Literaturverweise</title>
		<link>http://cognitiveagent.org/2012/01/21/philosophie-der-zukunft-literaturverweise/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 11:48:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cagent</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[ Anmerkung:
Auf eine ausführliche Angabe aller hier einschlägigen Literaturstellen wurde verzichtet, da es hier primäre darauf ankam, eine bestimmte Argmentationslinie zu verdeutlichen. Detaillierte Angaben wären im Rahmen einer ausführlicheren Diskussion notwendig. Einige wenige Quellen, auf die dennoch explizit Bezug genommen wurden, finden sich hier:
&#160;
Derrida, J. “La voix et le phénomene. Introduction au Problème du Signe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <strong>Anmerkung</strong>:</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%" lang="en-US"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><span lang="en-GB">Auf eine ausführliche Angabe aller hier einschlägigen Literaturstellen wurde verzichtet, da es hier primäre darauf ankam, eine bestimmte Argmentationslinie zu verdeutlichen. Detaillierte Angaben wären im Rahmen einer ausführlicheren Diskussion notwendig. Einige wenige Quellen, auf die dennoch explizit Bezug genommen wurden, finden sich hier:</span></font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Derrida, J. “La voix et le phénomene. Introduction au Problème du Signe dans la Phénoménologie de Husserl“, Paris: Presses Universitaires de France, 1967 (Deutsch von Gondeck, H-D., „Die Stimme und das Phänomen. Einführung in das Problem des Zeichens in der Phänomenologie Husserls“, Frankfurt. Suhrkamp, 2003</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%" lang="en-US"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><span lang="en-GB">M.Davis (ed): </span><span lang="en-GB"><em>The Undecidable. Basic Papers On Undecidable Propositions, Unsolvable Problems And Computable Functions</em></span><span lang="en-GB">, Hewlett (NY): Raven Press, 1965 pp. 34–39, Jan. 1959</span></font></font></p>
<p style="margin-left: 0.64cm; margin-bottom: 0cm; line-height: 150%" lang="en-GB">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Descartes, R. „Meditationes de prima philosophia - Meditationen über die Grundlagen der Philosophie“, ed. by Gäbe, L., Hamburg: Felix Meiner Verlag, 1959 (lat. 1641/42)</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm" lang="en-GB"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Kurt Gödel: Über formal unentscheidbare Sätze der Principia Mathematica und verwandter Systeme I. In: Mh.Math.Phys., vol.38(1931),pp:175-198</font></font></p>
<p style="margin-left: -0.05cm; margin-bottom: 0cm" align="LEFT" lang="en-GB">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%" lang="en-GB"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Kurt Gödel,  &#8220;Remarks before the princeton bicentennial conference on problems in mathematics&#8221;, 1946. In: Martin Davis, 1965: pp.84-87</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%" lang="en-GB">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Hartmann, N.; „Der Aufbau der realen Welt“, Berlin: de Gruyter, 3.Aufl., 1964</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><cite><font size="2"><span style="font-style: normal">Husserl, E. „Logische Untersuchungen</span></font></cite><cite><font size="2">,</font></cite><font size="2"> II, Untersuchungen zur Phänomenologie und Theorie der Erkenntnis“.  Husserliana XIX, Ursula Panzer (Ed.), Halle: 1901; rev. ed. 1922. The Hague, Netherlands: Martinus Nijhoff, 1984.   [ISBN:   <a href="http://www.springeronline.com/sgw/cda/frontpage/0,11855,4-40356-72-33741338-0,00.html">90-247-2517-8</a>] </font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Husserl, E. „Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie. Erstes Buch: Allgemeine Einführung in die reine Phänomenologie“,  Halle : Max Niemeyer Verlag, 1913;  Husserliana III/1, Schuhmann, K. (Ed.), The Hague: Martinus Nijhoff Publishers,  1976.</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Husserl, E. „Cartesianische Meditationen und Pariser Vorträge“, repr. 2.rev.Aufl., Husserliana: Edmund Husserl - Gesammelte Werke, ed. by Strasser, S., Springer Verlag, Netherlands, 1973, ISBN-10: 9024702143, ISBN-13: 978-9024702145 (Text der Vorträge an der Sorbonne, 1929)</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Husserl, E., „Méditations cartésiennes“, Vrin, 1947; und“Méditations cartésiennes“, PUF, coll. épiméthée, Paris, und  Lavigne, J-F., (ed.), „Les Méditations cartésiennes de Husserl“, Librairie Philosophique J.Vrin, 2008.</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Kolb, B.; Whishaw, I.Q. „An Introduction to Brain and Behavior“, 2nd.ed., New York: Worth Publishers, 2006 (2001)</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm" lang="en-US">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm" lang="en-US"><font face="Nimbus Roman No9 L, Times New Roman, serif"><font style="font-size: 8pt" size="1"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><span lang="en-GB"><span style="font-style: normal">Thomas S.Kuhn (1957), &#8220;The Copernican Revolution.Planetary Astronomy in the Development of Western Thought&#8221;, Harvard University Press</span></span></font></font></font></font></p>
<p style="margin-left: -0.05cm; margin-bottom: 0cm" align="LEFT">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm" lang="en-US"><font face="Nimbus Roman No9 L, Times New Roman, serif"><font style="font-size: 8pt" size="1"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><span lang="en-GB"><span style="font-style: normal">Thomas S.Kuhn (1962), &#8220;The Structure of Scientific Revolution&#8221;, University of Chicago Press</span></span></font></font></font></font></p>
<p style="margin-left: -0.05cm; margin-bottom: 0cm; line-height: 150%" align="LEFT" lang="en-GB">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Lorenz, K. „Die Rückseite des Spiegels. Versuch einer Naturgeschichte menschlichen Erkennens“, München: Deutsche Taschenbuch Verlag GmbH  &amp; Co.KG, 1975 (Zuerst 1973)</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Maturana, H.R. (Ed.) „Erkennen: Die Organisation und Verkörperung von Wirklichkeit“, Braunschweig - Wiesbaden: Friedr. Vieweg &amp; Sohn, 1982</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Maturane, H.R.; Varela, F.J. „Der Baum der Erkenntnis“, Bern-München-Wien: Scherz Verlag, 1987 (Spanisch 1984)</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Saussure, F. de. „Grundfragen der Allgemeinen Sprachwissenschaft“, 2nd ed., Dt.Übersetzung des posthum erschienen „Cours de linguistic général“  von 1916, H.Lommel (Ed.), Berlin: Walter de Gruyter &amp; Co., 1967</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Saussure, F. de. „Course in General Linguistics“, English translation  of the original   posthumously publication of the „Cours de linguistic général“ from 1916, London: Fontana, 1974</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Saussure, F. de. „Cours de linguistique général“, Édition Critique Par Rudolf Engler, Tome 1,Wiesbaden: Otto Harrassowitz, 1989. Kritische Ausgabe des Cours von 1916,</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Suppe, F. (Ed.), „The Structure of Scientific Theories“, 2nd. ed.,  Urbana: University of Illinois Press, 1979</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%" lang="en-US"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><span lang="en-GB">A.M.Turing,:&#8221; On Computable Numbers with an Application to the Entscheidungsproblem&#8221;, in: </span><span lang="en-GB"><em>Proc. London Math. Soc</em></span><span lang="en-GB">., Ser.2, vol.42(1936), pp.230-265; received May 25, 1936; Appendix added August 28; read November 12, 1936; corr. Ibid. vol.43(1937), pp.544-546.  Turing&#8217;s paper appeared in Part 2 of vol.42 which was issued in December 1936 (Reprint in M.DAVIS 1965, pp.116-151; corr. ibid. pp.151-154).</span></font></font></p>
<p style="margin-left: 0.64cm; margin-bottom: 0cm; line-height: 150%" lang="en-GB">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Vollmer, G. „Evolutionäre Erkenntnistheorie“, Stutgart: S.Hirzel Verlag, 1981</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Wuketis, F.M. „Evolution, Erkenntnis, Ethik. Folgerungen aus der modernen Biologie“, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1984</font></font></p>
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		<title>Philosophie der Zukunft - Teil 9 - In der Zukunft eine Philosophierende Wissenschaft?</title>
		<link>http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-9-in-der-zukunft-eine-philosophierende-wissenschaft/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 14:41:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cagent</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Damit ergibt sich:
Nicht nur braucht eine phänomenologische Philosophie die empirischen Wissenschaften um sich auf dem langen Weg der Erkenntnis nicht zu verirren, sondern die empirischen Wissenschaften benötigen genauso eine phänomenologische Philosophie, um gerade an den Grenzen des Erkennbaren nicht zu straucheln, sondern die Grenzen zu überwinden. Diese wechselseitige  Verwiesenheit von Philosophie und empirischer Wissenschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 class="western" style="line-height: 150%"></h2>
<p><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="3">Damit ergibt sich:</font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal">Nicht nur braucht eine phänomenologische Philosophie die empirischen Wissenschaften um sich auf dem langen Weg der Erkenntnis nicht zu verirren, sondern die empirischen Wissenschaften benötigen genauso eine phänomenologische Philosophie, um gerade an den Grenzen des Erkennbaren nicht zu straucheln, sondern die Grenzen zu überwinden. Diese </span></span><span style="font-style: normal"><strong>wechselseitige  Verwiesenheit von Philosophie und empirischer Wissenschaft</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal"> deutet auf einen idealerweise </span></span><strong>unendlichen Prozess einer philosophierenden Wissenschaft</strong>, die in der wechselseitigen Durchleuchtung von Subjektivem durch Empirisches und Empirisches durch Subjektives die Begriffe von &#8216;Geist&#8217;, &#8216;Materie&#8217;, &#8216;Absolutem&#8217; usw. möglicherweise immer mehr neu denken wird.</font></font></p>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/emergence_of_life_20dec09_700.jpg" title="emergence_of_life_20dec09_700.jpg"><img src="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/emergence_of_life_20dec09_700.jpg" alt="emergence_of_life_20dec09_700.jpg" /></a></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Das abschließende Bild lässt nach den bisherigen Überlegungen nun mehr als eine Deutung zu: (1) ein <strong>dualistisches</strong> Bild vom Universum mit dem Aspekt von Materie und Geist getrennt oder (2) ein <strong>dialektisches</strong> Bild von Materie und Geist als zwei Seiten einer Sache. Das dunkle seelenlose Universum wäre dann nur ein Artefakt unseres noch unvollendeten Denkens, dass seine Herkunft aus der Weite dieses Raumes noch nicht vollständig realisiert hat. Es ist nicht einfach nur das Ganze was mehr ist als seine Teile, sondern die <strong>erlebbare Geistigkeit beleuchtet quasi die Innenseite der Materie</strong>, die  von außen tot erscheint, die sich selbst aber nicht als tot empfindet. </font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!</font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/2012/01/21/philosophie-der-zukunft-literaturverweise/">Fortsetzung: Literaturverweise</a></p>
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		<item>
		<title>Philosophie der Zukunft - Teil 8 - Empirische Wissenschaften brauchen Phänomenologische Philosophie</title>
		<link>http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-8-empirische-wissenschaften-brauchen-phanomenologische-philosophie/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 14:32:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cagent</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-8-empirische-wissenschaften-brauchen-phanomenologische-philosophie/</guid>
		<description><![CDATA[
Zu Beginn hatte ich gesagt, dass ich versuchen möchte, aufzuzeigen, dass es keinen grundsätzlichen Widerspruch zwischen einem phänomenologisch philosophischen Denken und einem empirischen Denken geben muss. 
&#160;
Bisher haben wir nur gesehen, dass auch ein Denken, das sich auf die Objekte der Aussenwelt fokussiert, dies nicht tun kann ohne Voraussetzung der zugrunde liegenden Bewusstseinstatsachen. Insofern ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/empirical_science_mapped2consc_v3_500.jpg" title="empirical_science_mapped2consc_v3_500.jpg"><img src="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/empirical_science_mapped2consc_v3_500.jpg" alt="empirical_science_mapped2consc_v3_500.jpg" /></a></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Zu Beginn hatte ich gesagt, dass ich versuchen möchte, aufzuzeigen, dass es keinen grundsätzlichen Widerspruch zwischen einem phänomenologisch philosophischen Denken und einem empirischen Denken geben muss. </font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Bisher haben wir nur gesehen, dass auch ein Denken, das sich auf die Objekte der Aussenwelt fokussiert, dies nicht tun kann ohne Voraussetzung der zugrunde liegenden Bewusstseinstatsachen. Insofern ist die Hinwendung und Fokussierung auf sogenannte empirische Gegebenheiten kein Herausgehen aus der Menge der Phänomene, sondern letztlich nur eine Beschränkung auf eine bestimmte Teilmenge. Was immer also eine <strong>empirische Wissenschaft</strong> tut, sie tut es innerhalb des <strong>phänomenologischen</strong> Raumes und sie tut es, indem sie sich ganz bewusst methodische Beschränkungen auferlegt, wie sie mit Phänomenen umgeht. Wenn man genauer hinschaut, könnte man diese methodische Beschränkung als einen <strong>speziellen Fall von Epoché</strong> bezeichnen.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Denn, halten wir uns dies vor Augen, Epoché bedeutet für Husserl die Einklammerung eines automatisierten Geltungsanspruchs. Aber genau dies will auch die empirische Wissenschaft. Durch viele falsche Geltungsansprüche gebeutelt versuchten  großen Forscher wie Galilei und seine Nachfolger   &#8216;<strong>falsche Geltungsansprüche</strong>&#8216; abzuwehren (sihe dazu Kuhn). </font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Das Schaubild zeigt die Grundelemente im Paradigma der formalisierten empirischen Wissenschaften, wie sie sich seit dem 16.Jahrhundert in Europa herausgebildet haben und wie sie heute weltweit quasi zum Standard gehören (für einen umfassenden Überblick zum modernen Wissenschaftsbegriff siehe Suppe (1979)).</font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Die allgemein akzeptierten Grundpfeiler empirischer Theorien umfassen die folgenden stark vereinfachten Elemente:</font></font></p>
<ul>
<li>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Wiederholbare 	standardisierte <strong>Messverfahren</strong> (MEAS), die empirische Daten 	liefern können</font></font></p>
</li>
<li>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Eine 	<strong>formale Theorie</strong>, die die Messwerte in Zusammenhänge 	einordnen kann, durch die Voraussagen möglich werden können.</font></font></p>
</li>
<li>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Ein 	<strong>Folgerungsbegriff</strong>, der es erlaubt, aus einer formalen Theorie 	Aussagen abzuleiten, die man als Voraussagen nutzen kann</font></font></p>
</li>
</ul>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Vorab zu allen möglichen Details dieses Wissenschaftskonzeptes  ist an dieser Stelle philosophisch wichtig, dass all das, was ein empirischer Wissenschaftler im Rahmen seiner wissenschaftlichen Praxis tut, er dies  nur dann mit Bewusstsein tun kann, wenn sich <strong>alle seine Wahrnehmungen</strong>, alle seine sprachlichen Beschreibungen, alle seine logischen Schlüsse <strong>innerhalb seines Bewusstseins</strong> widerspiegeln.  Und mehr noch, er wird auch nur genau das wahrnehmen, abstrahieren, denken, folgern usw. können, was ihm <strong>durch die Struktur</strong> seines Bewusstseins quasi &#8216;<strong>erlaubt</strong>&#8216; wird. D.h. der Versuch der empirischen Wissenschaften sich methodisch gegen falsche Behauptungen dadurch zu schützen, dass man sich auf eine spezifische Teilmenge der Phänomene einschränkt und Aussagen über das Verhalten dieser Phänomene an genau definierten Vorgehensweisen geknüpft werden, die nur jene allgemeine Strukturen gelten lassen sollen, die sich <em>zwischen </em><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal">verschiedenen Bewusstseinen als gültig erweisen, dieser Versuch ist offensichtlich ein </span></span><span style="font-style: normal"><strong>erfolgreiches Konzept</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal">. </span></span></font></font></p>
<p style="font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal">Dennoch zeigen aber gerade die großen Erfolge der empirischen Wissenschaft, dass sie im Vordringen in immer komplexere Sachverhalte der Strukturen von Materie, von Raum und Zeit, von komplexen emergenten Phänomenen in einen immer größeren </span></span><span style="font-style: normal"><strong>Konflikt</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal"> geraten zwischen dem, was mathematisch-intersubjektv </span></span><span style="font-style: normal"><strong>formulierbar und messbar</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal"> ist und dem, wie wir mit unseren konkreten Gehirnen diese Strukturen </span></span><span style="font-style: normal"><strong>noch sinnvoll denken</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal"> können. Viele neueren Konzepte z.B. der modernen Physik erweisen sich für unser bewusstseinsbasiertes Denken immer sperriger, </span></span><span style="font-style: normal"><strong>immer weniger &#8216;intuitiv&#8217;.</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal"> </span></span></font></font></p>
<p style="font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><span style="font-style: normal"><strong>Beispiel</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal">: In der Sprache der Mathematik ist es sehr einfach, beliebig viele n-dimensionale Gebilde miteinander auf komplexeste Weise in Beziehung zu setzen, wenn aber unsere aktuellen Gehirne, die damit zu kodierende Wirklichkeit nicht mehr denken können, fragt sich, was man von diesem Ausdrucksmittel halten soll. Außerdem, schon </span></span><span style="font-style: normal"><strong>Gödel</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal"> hatte 1931 gezeigt, dass nahezu alle interessanten Teile der neueren Mathematik gar nicht entscheidbar sind, d.h. wir könnten diese Aufgaben auch an keine Maschine delegieren. Meines Wissens hat sich noch kein  empirischer Wissenschaftler ernsthaft die Frage gestellt, was solcherart kognitiven Grenzen letztlich für die empirische Theoriebildung bedeuten. Gibt es  gehirnbedingte kognitive Schranke unserer Verstehensmöglichkeit von mathematischen Strukturen? Falls ja –und alle bisherigen Erlenntnisse beweisen genau dies&#8211; was heisst dies für die empirische Wissenschaften?</span></span></font></font></p>
<p style="font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal">Ist dieses Problem das, wofür man es halten kann, nämlich ein sich verstärkender Hinweis darauf, dass die </span></span><span style="font-style: normal"><strong>Denkfähigkeit unserer aktueller Gehirne</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal"> gemessen an den um uns herum im Universum vorfindlichen Strukturen möglicherweise </span></span><span style="font-style: normal"><strong>nicht optimal sind</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal">, dann zeigt sich hier, dass die subjektiven Denkvoraussetzungen sehr wohl für das mathematisch-naturwissenschaftliche Denken eine Rolle spielen kann. Die </span></span><span style="font-style: normal"><strong>methodische</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal"> </span></span><span style="font-style: normal"><strong>Ausklammerung des Subjektiven</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal"> durch die Reduktion auf die Teilmenge der empirischen Phänomene ist sicher einer der genialsten Erfindungen der Menschheit im Versuch, die umgebenden Strukturen zu erkennen. Doch übersieht diese Methodik, dass bei und trotz aller empirischen Epoché der </span></span><span style="font-style: normal"><strong>aktive Träger des Erkenntnisprozesses</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal"> immer noch das aktive Gehirn bleibt, das in der </span></span><span style="font-style: normal"><strong>Wechselwirkung</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal"> zwischen gemessenen </span></span><span style="font-style: normal"><strong>empirischen Daten</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal"> und komplexen </span></span><span style="font-style: normal"><strong>mathematischen Modellen</strong></span><span style="font-style: normal"><span style="font-weight: normal"> vor der immer schwierigeren Aufgabe steht, genau diese Wechselwirkung aufzubauen und zu managen. Dies aber ist genau der subjektive Faktor, der sowohl die Möglichkeiten zum Denken liefert, wie  auch die immanenten Schranken. Ohne eine phänomenologisch-philosophische Reflexion auf diese Sachverhalte gerät das gigantische Projekt der Neuzeit, das Projekt einer umfassenden Naturerkenntnis, in die Gefahr, schließlich doch wieder in die  trüben Gewässer einer schlechten Metaphysik abzudriften.</span></span></font></font></p>
<p style="font-style: normal; font-weight: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-9-in-der-zukunft-eine-philosophierende-wissenschaft/">Fortsetzung: Materie und Geist</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Philosophie der Zukunft - Teil 7 - Phänomenologische Philosophie benötigt Empirische Wissenschaften</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 14:23:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cagent</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die phänomenologische Reduktion auf das bewusste Erleben als primäre Seinstatsache ist ein Schritt, um sich der Voraussetzungen unseres Denkens zu vergewissern. Der weitere Schritt dann in diesen Bewusstseinstatsachen allgemeingültige, denknotwendige Strukturen zu finden, auf die man weitergehende Schlüsse aufbauen kann, ist aber dann –wie die auf Husserl folgende Denkgeschichte zeigt&#8211; sehr gefährlich. Denn, selbst wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: normal; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Die phänomenologische <strong>Reduktion</strong> auf das bewusste Erleben als primäre Seinstatsache ist ein Schritt, um sich der Voraussetzungen unseres Denkens zu vergewissern. Der weitere Schritt dann in diesen Bewusstseinstatsachen <strong>allgemeingültige, denknotwendige Strukturen</strong> zu finden, auf die man weitergehende Schlüsse aufbauen kann, ist aber dann –wie die auf Husserl folgende Denkgeschichte zeigt&#8211; sehr gefährlich. Denn, selbst wenn es solche allgemeingültigen Strukturen des Denkens gibt –und es gibt sie&#8211;, dann bedeutet dies nicht automatisch, dass diese Strukturen <strong>über das subjektive Denken hinaus</strong> in der umgebenden Welt tatsächlich <strong>gelten</strong>. Im subjektiven Denken selbst ist diese Frage nicht entscheidbar, da das Denken nur sich selbst als Maßstab besitzt. Wie wir heute aber stark begründet wissen, und zwar durch das naturwissenschaftliche Denken, sind die Strukturen und Inhalte unseres <strong>Denkens</strong> an die Struktur des <strong>Gehirns gekoppelt</strong>, das sich im Laufe von siebenhundert Millionen Jahren von ersten Nervenzellen bis hin zu der heutigen Form entwickelt hat (vgl. Kolb et. (2006), S.14), und das sich  mehr und mehr darauf spezialisiert hat, die Wirklichkeit der Außenwelt auf der Basis von speziellen Sensor- und Körperdaten zu modellieren und auch interpolierend zu simulieren. D.h. Unser Gehirn selbst ist eine Art Hypothesengenerator, dessen Arbeitsweise die nicht weiter hintergehbaren Randbedingungen für unser Denken liefert.</font></font></p>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/brain_consciousness_500.jpg" title="brain_consciousness_500.jpg"><img src="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/brain_consciousness_500.jpg" alt="brain_consciousness_500.jpg" /></a></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Kurze Erläuterung der Informationsfluss-Architektur des Gehirns im Bild und deren Entsprechung im phänomenalen Erleben.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Wenn man dies weiß [der eben explizierte Zusammenhang], dann wird klar, dass nicht die Epoché als solche  ein Problem ist, sondern der nächste Schritt, den im Denken vorfindlichen Strukturen quasi <strong>blindlings</strong> zu <strong>vertrauen, </strong><span style="font-weight: normal">denn das wir wir im Denken punktuell unverrückbar vorfinden, ist dynamisch betrachtet eine gewordene Struktur, die schon in sich eine bestimmte Passung mit der umgebenden Welt quasi &#8216;einprogrammiert&#8217; hat. Es sind nicht die Strukturen für beliebige Wirklichkeitserkenntnisse, sondern für genau solche unter den Bedingungen des Planet Erde.</span></font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Daraus folgt jetzt nicht, dass man aufhören soll, das Denken phänomenologisch zu analysieren (wir haben überhaupt keine Alternative dazu),   sondern man muss methodische Vorkehrungen treffen, wie eine phänomenologische  Analyse sich vor <strong>Fehlschlüssen</strong> bewahren kann. Und dies kann –die bisherigen Überlegungen deuten es schon an&#8211; nur geschehen,  indem  das phänomenologische Denken  seine eigenen transzendentalen Voraussetzungen evaluiert, was nur und das müssen wir akzeptieren&#8211; mit Hilfe  des empirischen Denkens geschehen kann. </font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Damit ist die <strong>Abhängigkeit</strong> einer phänomenologischen Philosophie von der empirischen Wissenschaft <strong>skizziert</strong>. Dass dies auch umgekehrt gilt, dass also in einem sehr fundamentalen Sinne die empirischen Wissenschaften eine phänomenologische Philosophie brauchen, dies sollen uns kurz die folgenden Überlegungen verdeutlichen.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-8-empirische-wissenschaften-brauchen-phanomenologische-philosophie/">Fortsetzung: Empirische Wissenschaft braucht Philosophie </a></p>
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		<item>
		<title>Philosophie der Zukunft - Teil 6 - Begriffliche Explikation von Phänomen</title>
		<link>http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-6-begriffliche-explikation-von-phanomen/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 14:10:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cagent</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Husserl sagt nämlich auch, dass ein (phänomenologischer) Philosoph unter Voraussetzung der vielfältigen Gegebenheiten innerhalb des Wissens-um-sich alles &#8216;ansehen&#8217;, soll, und es &#8216;explizierend&#8216; analysieren soll,   und zwar  mittels &#8216;Begriffen&#8216; und &#8216;Urteilen&#8216; beschreiben soll. (CM2,14). 

&#160;
Dies bedeutet,  dass es für ein Philosophieren nicht genug ist, nur einen &#8216;Inhalt des Wissens&#8217;, nur bloße Phänomene, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Husserl sagt nämlich auch, dass ein (phänomenologischer) Philosoph unter Voraussetzung der vielfältigen Gegebenheiten innerhalb des Wissens-um-sich alles &#8216;ansehen&#8217;, soll, und es &#8216;<strong>explizierend</strong>&#8216; analysieren soll,   und zwar  mittels &#8216;<strong>Begriffen</strong>&#8216; und &#8216;<strong>Urteilen</strong>&#8216; beschreiben soll. (CM2,14). </font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><a href="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/husserl_phaenomenologie_v2_begriffe_500b.jpg" title="husserl_phaenomenologie_v2_begriffe_500b.jpg"><img src="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/husserl_phaenomenologie_v2_begriffe_500b.jpg" alt="husserl_phaenomenologie_v2_begriffe_500b.jpg" /></a></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Dies bedeutet,  dass es für ein Philosophieren nicht genug ist, nur einen &#8216;Inhalt des Wissens&#8217;, nur bloße Phänomene,  zu haben. Man muss auch einen Weg finden, wie man das, was man in seinem Wissen &#8216;vorfindet&#8217;, hinsichtlich seiner unterscheidbaren Eigenschaften mittels &#8216;Begriffen&#8217; und &#8216;Urteilen&#8217; beschreiben und damit mit anderen kommunizieren kann.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Wie soll man sich dies vorstellen?</font></font></p>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/husserl_zeichensysteme_500.jpg" title="husserl_zeichensysteme_500.jpg"><img src="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/husserl_zeichensysteme_500.jpg" alt="husserl_zeichensysteme_500.jpg" /></a></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Wie das nächste Schaubild andeutet, wird angenommen, dass wir im Raum unseres Wissens-um, im Bereich der Phänomene, nicht nur zwischen Phänomeneigenschaften wie  &#8216;gegenständlich&#8217; und &#8216;nicht-gegenständlich&#8217; unterscheiden müssen, sondern noch umfassender zwischen einerseits  &#8216;<strong>Konkret</strong>&#8216; in einer &#8216;empirischen&#8217; oder einer &#8216;nicht-empirischen&#8217; Auftretensweise  sowie  einer nicht-gegenständlichen <strong>abstrakten</strong>  Auftretensweise. </font></font></p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Beispiele hierfür sind die vielerlei konkreten Gegenstände des Alltags, z.B. verschiedene konkrete Tassen, die wir  jeweils als Instanzen, unterschiedliche Realisierungen eines einzigen allgemeinen Konzepts &#8216;Tasse&#8217; verstehen. </font></font></p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">D.h. <strong>etwas in uns,</strong> allgemein  unser Denken, spezifischer das, was wir Gedächtnis nennen, <strong>generiert</strong> aus den konkreten Phänomenen ohne unser eigenes bewusstes  Zutun <strong>abstrakte Konzepte</strong>, die so sind, dass wir einzeln auftretende konkrete Phänomene als Beispiele, Instanzen solcher Klassen wiedererkennen können.</font></font></p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Zusätzlich können wir auch <strong>Zeichenkombinationen</strong> einer Sprache dazu benutzen, solche Wissensinhalte zu kodieren. In dem Moment, in dem wir solche Zeichenkombinationen einführen, erzeugen wir neue Phänomene, die als konkrete Zeichen empirische sind, als Zeichenkategorien aber  nicht-gegenständlich, abstrakt sind, und die in konkreten <strong>Beziehungen zu den anderen Phänomenen</strong> stehen, die sie als Zeichen explizieren sollen.</font></font></p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><strong>Beispiele</strong> für Zeichenkategorien sind die unterschiedlichen Sprechweisen eines Wortes wie &#8216;Tasse&#8217;, die wir gewohnt sind als unterschiedliche Realisierungen eines einzigen Wortes, nämlich des Wortes &#8216;Tasse&#8217; aufzufassen. Ähnlich mit verschiedenen Schreibweisen von Buchstaben und ganzen Worten.</font></font></p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><span style="font-weight: normal">Allerdings sind konkrete und allgemeine Zeichenphänomene für sich genommen  noch keine vollständigen Zeichen, sondern  &#8211;ich folge hier dem sehr allgemeingültigen Konzept von Saussure- (1916)-  erst dann, wenn das Zeichenmaterial (signifiant, Signifikant, signifier) in einer gewussten  </span><strong>Bedeutungsbeziehung</strong><span style="font-weight: normal"> M() mit einem anderen Phänomen Ω verbunden ist. Durch eine Bedeutungsbeziehung M(Σ,Ω) wird das jeweilige Phänomen Ω zur &#8216;Bedeutung&#8217; für ein Zeichenmaterial  Σ und das Zeichenmaterial  Σ wird durch die gleiche Beziehung zum Zeichen für das bedeutete Phänomen Ω. Dabei kann alles zur Bedeutung gemacht werden, was als Phänomen vorkommen kann, sogar Zeichenmaterial (Beispiel: Wenn man über eine Zeichenkette wie &#8216;Haus&#8217; spricht und z.B. sagt dass das Wort &#8216;Haus&#8217; vier Buchstaben hat oder dass man das Wort Haus innerhalb einer bestimmten Grammatiktheorie als &#8216;Substantiv&#8217; bezeichnet, usw.). Man könnte auch sagen, in einer Zeichenbeziehung verbinden sich eine </span><strong>Objektebene</strong><span style="font-weight: normal"> –das, was bezeichnet werden soll&#8211; mit einer </span><strong>Metaebene</strong><span style="font-weight: normal"> –das, womit auf das Objekt Bezug genommen wird.</span></font></font></p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Da alles, was im Raum des Wissens &#8216;gewusst werden kann&#8217; zum Gegenstand einer Zeichenbeziehung gemacht werden kann, ist der mögliche Diskursraum für eine phänomenologisch begriffliche Analyse in seinen möglichen <strong>Grenzen</strong> schwer bestimmbar. Die Grenze verläuft dort, wo das Wissbare aufhört; aber wo ist das in diesem Modell?</font></font></p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Sie beginnen vielleicht an dieser Stelle zu ahnen, wie komplex eine detaillierte und erschöpfende Analyse einer phänomenologischen begrifflichen Explikation werden kann, wenn man die bisherigen groben Eckwerte weiterdenkt.  </font></font></p>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/consciousness_objects_situations_episodes_500.jpg" title="consciousness_objects_situations_episodes_500.jpg"><img src="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/consciousness_objects_situations_episodes_500.jpg" alt="consciousness_objects_situations_episodes_500.jpg" /></a></p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Im Bild mit den komplexen Objekten, ganzen Situationen und Episoden werden diese Sachverhalte kurz angedeutet. Dieses Bild versteht sich als ein mögliches Modell des Zeichenkonzeptes, wie es Husserl im 2.Band seiner Logischen Untersuchung, im 1.Teil darlegt. Eine detaillierte Diskussion ist hier jetzt leider nicht möglich.</font></font></p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Stattdessen möchte ich kurz auf die sich andeutenden <strong>Grenzen einer phänomenologischen Philosophie</strong> eingehen, Grenzen, die eine ernsthafte Annäherung an die empirischen Wissenschaften nahe legen.</font></font></p>
<p style="font-weight: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-7-phanomenologische-philosophie-benotigt-empirische-wissenschaften/">Fortsetzung: Philosophie brauch Empirie</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Philosophie der Zukunft - Teil 5 - Vom Phänomen zum Bewusstsein</title>
		<link>http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-5-vom-phanomen-zum-bewusstsein/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 13:52:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cagent</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Was bislang als empirisch motivierte Hypothese daher kam kann  zum Beginn einer  philosophischen Reflexion werden. Wie es schon Descartes in seinen „meditationes de prima philosophia“ (1641/42) vorexerziert hat und  dann von Husserl   in seinem Werk weitergeführt wurde, sind wir offensichtlich in der Lage, nicht nur im Erleben ein &#8216;Etwas&#8217; zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/empirical_phenomenological_500.jpg" title="empirical_phenomenological_500.jpg"><img src="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/empirical_phenomenological_500.jpg" alt="empirical_phenomenological_500.jpg" /></a></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Was bislang als empirisch motivierte Hypothese daher kam kann  zum Beginn einer  philosophischen Reflexion werden. Wie es schon Descartes in seinen „meditationes de prima philosophia“ (1641/42) vorexerziert hat und  dann von Husserl   in seinem Werk weitergeführt wurde, sind wir offensichtlich in der Lage, nicht nur im Erleben ein &#8216;Etwas&#8217; zu erleben, eine Sache, einen Gegenstand, ein Objekt, sondern wir können uns auch der <span style="font-style: normal"><strong>Tatsache des Erlebens selbst bewusst</strong></span><em> </em>sein.   </font></font></p>
<p style="font-style: normal; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><span style="font-style: normal">In </span><span style="font-style: normal"><strong>praktischen</strong></span><span style="font-style: normal"> Zusammenhängen kommt es vor allem darauf an, </span><em>was </em><span style="font-style: normal">ich wahrnehme, und nur indirekt darauf, </span><em>dass </em><span style="font-style: normal"> ich wahrnehme, in der </span><span style="font-style: normal"><strong>philosophischen</strong></span><span style="font-style: normal"> Reflexion beginnt man sich dagegen zu fragen, </span><em>unter welchen Bedingungen </em><span style="font-style: normal">ich das erkenne, was ich erkenne, und was daraus dann an weiteren </span><em>allgemeingültigen</em><span style="font-style: normal"> Erkenntnissen folgt.</span></font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Es ist genau diese <em><span style="font-weight: normal">Fähigkeit des </span></em><em><strong>Wissens-um etwas</strong></em><strong>,</strong>   die ein <strong>Denken des Denkens</strong> ermöglicht. Diese Einsicht, dass es nicht die Tasse auf dem Tisch ist, sondern die Tatsache meines Wahrnehmens, Erlebens dieser Tasse, dass ich dies wissen kann, diese Einsicht führte Husserl in seinen Werken –hier besonders die Logischen Untersuchungen (1901) und die Cartesianischen Meditationen (1929)&#8211; zur Einführung des Begriffs der <strong>Epoché</strong>, der bewussten Ausklammerung des Außenweltbezuges bestimmter Phänomene.  In der Epoché wird die gewohnte Unterstellung eines Außenweltbezuges  eingeklammert/ aufgehoben, um damit den Blick von diesen speziellen, von Husserl  auch &#8216;kontingent&#8217; genannten, Phänomenen weg hin zu den Phänomenen überhaupt zu lenken, hin zum Wissen um das Faktum von Gegebensein schlechthin, hin zur allgemeinen intentionalen Struktur des Bewusstseins, in dem allgemeines &#8216;Wissen-um&#8217; mit jeweils vorkommenden  Erscheinungen, Phänomenen korreliert. </font></font></p>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/husserl_phaenomenologie_v2_500.jpg" title="husserl_phaenomenologie_v2_500.jpg"><img src="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/husserl_phaenomenologie_v2_500.jpg" alt="husserl_phaenomenologie_v2_500.jpg" /></a></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Eine Konsequenz des Perspektivwechsels von den Aussenweltgegebenheiten hin zu den Phänomenen als Bewusstseinstatsachen ist, dass  die <strong>Sinn und Seinsgeltung</strong>   ab jetzt primär in diesen Raum des &#8216;Wissens um Etwas&#8217; verlagert wird (CM2,9). Die Existenz eines Objektes in der Außenwelt wird zu einer abgeleiteten Existenz aus Sicht des Bewusstseins.  Dennoch ist für Husserl   dieser Raum des Wissens-um   nicht unveränderlich, sondern  er stellt sich dar  als ein &#8216;beständiger Fluss&#8217; von  Gegebenem (vgl. CM2, 14). Durch diese kontinuierliche Veränderung gibt es ein &#8216;Aktuelles&#8217; und ein &#8216;Vorher&#8217;. </font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Das allgemeine abstrakte &#8216;Wissen-um&#8217; nennt Husserl das &#8216;<strong>transzendnetale ego</strong>&#8216;.  Es ist keine Sache, keine Substanz, kein greifbares Etwas sondern dieser allgemeine ungegenständliche Raum des Wissens &#8216;um etwas&#8217;, in dem dieses jeweils &#8216;gewusste Etwas&#8217; den aktuellen Bezug in einer Wissensbeziehung bildet, die als solche stetig ist, bleibt, unveränderlich erscheint, allgemeingültig, der <strong>Grund für alles Wissbare</strong>, darin Bedingung für &#8216;etwas wissen&#8217; überhaupt, ein Transzendentales.  </font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><strong>Mathematisch</strong> kann man das abstrakte &#8216;Wissen um&#8217; als eine  <strong>Abbildung</strong> rekonstruieren; eine Abbildung von &#8216;aktuell Gegebenem&#8217; zu einem davon unterschiedenen neuem &#8216;aktuell Gegebenen&#8217;. In einer solchen formalen Rekonstruktion kann man zulassen, dass die  &#8216;Vermittlung zwischen &#8216;Aktuellem&#8217; und &#8216;neuem Aktuellem&#8217;  basiert auf der Fähigkeit des Erinnerns von Vorausgehendem durch das, was wir gewöhnlich &#8216;Gedächtnis&#8217; nennen.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><strong>Anmerkung:</strong> ein Begriff der bei Husserl nicht vorkommt, dafür spricht er auf unterschiedliche Weise von einer &#8216;Genesis&#8217;, die allerdings Gedächtnis als transzendentale Bedingung voraussetzt. </font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Ferner erlaubt es solch eine formale Rekonstruktion, weitere Faktoren anzunehmen, die innerhalb solch einer Abbildung wirksam werden, z.B. die   unterschiedlichen <strong>Aktivitäten des Denkens</strong>, die sich in den statthabenden Veränderungen niederschlagen.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Zu den Details dieser Dynamik der Phänomene innerhalb des allgemeinen Wissens gleich mehr. Zuvor aber noch ein anderer ganz wichtiger Aspekt, jener des &#8216;<strong>explizierenden</strong> Wissens&#8217;.</font></font></p>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-6-begriffliche-explikation-von-phanomen/">Fortsetzung: Begriffliche Explikation</a></p>
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		<title>Philosophie der Zukunft - Teil 4 - Außenwelt vor Erleben</title>
		<link>http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-4-ausenwelt-vor-erleben/</link>
		<comments>http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-4-ausenwelt-vor-erleben/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 13:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cagent</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Allerdings, auch wenn wir uns anhand der empirischen Hypothesen leicht klarmachen können, dass die Welt, die unser Gehirn für uns aufbereitet, nicht die Welt ist, die &#8216;da draussen&#8217; ausserhalb des Körpers irgendwo existiert,  unser  Erleben des Alltags ist anders.


Im &#8216;naiven&#8217; alltagsbezogenen Denken erscheint die  externe Realität  als die eigentliche Realität,  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Allerdings, auch wenn wir uns anhand der empirischen Hypothesen leicht klarmachen können, dass die Welt, die unser Gehirn für uns aufbereitet, nicht die Welt ist, die &#8216;<strong>da draussen&#8217; ausserhalb</strong> des Körpers irgendwo existiert,  unser  Erleben des Alltags ist anders.</font></font></p>
<h2 class="western" style="line-height: 150%"></h2>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/empirical_phenomenological_commonph_tassen_500.jpg" title="empirical_phenomenological_commonph_tassen_500.jpg"><img src="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/empirical_phenomenological_commonph_tassen_500.jpg" alt="empirical_phenomenological_commonph_tassen_500.jpg" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Im &#8216;<strong>naiven&#8217; alltagsbezogenen</strong> Denken erscheint die  externe Realität  als die eigentliche Realität,  und das gerade für den Philosophen so wichtige Bewusstsein um das Erleben selbst  spielt eher keine Rolle.</font></font></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><strong>Bsp:</strong> die Tassen auf dem Tisch, die Butter, das Brot,&#8230;..der Rasenmäher, der nicht anspringt, das Auto in der Parkgarage, das man nicht findet, der Computer, der spinnt,&#8230;</font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Aus praktischer Sicht ist dies verständlich, da wir ja im Alltag unseren Körper in einer Außenwelt so navigieren müssen, dass er möglichst wenig Schaden nimmt und wir möglichst viele unserer praktischen Ziele erreichen. Und nach 250  <strong>Millionen Jahren Training</strong> ist unser Gehirn mittlerweile so gut in der Simulation der hypothetischen Realität außerhalb des Körpers, dass wir im alltäglichen Verhalten den simulierten Charakter kaum bemerken (zur Gehirnentwicklung Kolb et. (2006), S.14 ). </font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Oder, anders formuliert, berücksichtigt man die Entwicklung des Lebens, es ist ja gerade der Zweck des Gehirns, seine geniale Leistung, uns den Zugang zur Außenwelt so einfach und effizient wie möglich zu gestalten. Je weniger wir den künstlichen Charakter dieser im Gehirn erzeugten Pseudo-Welt erkennen, um so mehr hat das Gehirn sein Ziel erreicht; es lässt uns die Welt da draußen so erleben, <strong>als ob wir &#8216;in&#8217; dieser Welt sind</strong> obgleich das Gehirn selbst ja außerhalb dieser Welt ist. </font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Und je leichter und selbstverständlicher uns dieser Weltbezug daherkommt, um so mehr können wir uns auf die <strong>eigentlichen Aufgaben in dieser Welt</strong> konzentrieren die da heißen Navigieren, Bewegen, Kooperieren, Objekte benutzen, usw. </font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><strong>Anmerkung</strong>: Das Thema der &#8216;Passung&#8217; unseres Erkennens zur Umwelt aufgrund von evolutionärer Entwicklung wird im Rahmen der evolutionären Verhaltensforschung und der  evolutionären Erkenntnistheorie behandelt (z.B. Lorenz 1977 (1973), Vollmer 1981, Maturana 1982, Wuketis 1984, Maturana et. 1987 (1984) )</font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Und dennoch, so suggestiv das Gehirn uns auch die Realität der Außenwelt vorgaukeln mag, schon vor-philosophisch, rein empirisch, können wir uns klar machen, dass dieser Schein einer naiven Realität trügt. Es gilt –wie schon zuvor angedeutet&#8211; die Arbeitshypothese, dass sich unser primäres Erkennen  innerhalb des Gehirns abspielt in einer Form, die wir &#8216;Erleben&#8217; nennen, bewusstes Erleben.  Das bewusste <strong>Erleben selbst</strong> ist zwar direkt <strong>kein Gegenstand</strong> der empirischen Wissenschaften, aber in beständigen Korrelationen von beobachtbarem Verhalten, von neuronalen Erregungsmustern mit Selbstaussagen von Personen bzw. korreliert mit dem eigenen Erleben lässt sich eine starke Hypothese von der primären Rolle des bewussten  Erlebens für unseren Weltzugang aufbauen.  Was immer wir erkennen wollen,  <em><strong>bewusst</strong></em> haben wir nur jene Inhalte, die unseren primären Raum  des bewussten Erlebens &#8216;füllen&#8217;. Philosophen sprechen hier gerne von &#8216;<strong>Qualia</strong>&#8216; oder von &#8216;<strong>Phänomenen&#8217;</strong>. Aus Sicht des Bewusstseins bilden dann die Phänomene des Bewusstseins unsere primäre Realitätsschicht.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Aus dieser Annahme folgt unter anderem, dass die sogenannte Außenwelt im Gehirn auch nur als solch eine spezielle Menge von Erlebnissen, von Phänomenen,  existiert, die sich grundsätzlich nicht von anderen Erlebnissen, Phänomenen, unterscheiden, die z.B. aus Körpererleben stammen. Sie unterscheiden sich nur im jeweiligen Besonderen, in spezifischen Eigenschaftsmustern, in denen sich die Unterschiede zwischen Phänomenen fundieren. </font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Daraus folgt der grundsätzliche Zusammenhang, dass  sich die <strong>Menge aller Phänomene Ph</strong>  zusammensetzt aus den empirischen Phänomenen Ph_e und den nicht-empirischen Phänomenen Ph_ne, kurz  Ph  = Ph_e und Ph_ne</font></font></p>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-5-vom-phanomen-zum-bewusstsein/">Fortsetzung: Phänomenologisch</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Philosophie der Zukunft - Teil 3- Realität als Simulation</title>
		<link>http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-3-realitat-als-simulation/</link>
		<comments>http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-3-realitat-als-simulation/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 13:22:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cagent</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Bleiben wir für einen Moment noch in der vor-philosophischen Perspektive. Verschiedene empirische Disziplinen haben dazu beigetragen, dass wir den Menschen mit seinen bekannten Eigenschaften in einen historischen Zusammenhang stellen, der mit &#8216;Evolution&#8217; nur unscharf umschrieben ist.

In dem Schaubild kommt es weniger auf die Details an –also weniger darauf ob es bei der Entstehung der Erde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2 class="western" style="line-height: 150%"></h2>
<p><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Bleiben wir für einen Moment noch in der vor-philosophischen Perspektive. Verschiedene empirische Disziplinen haben dazu beigetragen, dass wir den Menschen mit seinen bekannten Eigenschaften in einen historischen Zusammenhang stellen, der mit &#8216;Evolution&#8217; nur unscharf umschrieben ist.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><a href="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/evolutionary_learning_scenario_500.jpg" title="evolutionary_learning_scenario_500.jpg"><img src="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/evolutionary_learning_scenario_500.jpg" alt="evolutionary_learning_scenario_500.jpg" /></a></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">In dem Schaubild kommt es weniger auf die Details an –also weniger darauf ob es bei der Entstehung der Erde 4.5/6/7 Milliarden Jahre her sind oder ob es bei den ersten auftretenden Zellen 3.1/2/3 Milliarden Jahre waren&#8211;, sondern auf die generelle Perspektive eines <strong>Werdens von Strukturen</strong>, die  miteinander in intensivster Wechselwirkung stehen.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Von den vielen interessanten Aspekten, die hier diskutiert werden könnten, möchte ich momentan speziell  den Aspekt hervorheben, dass das <strong>Gehirn</strong> als Träger der Informationsverarbeitung im Körper keinen direkten Kontakt mit der Welt außerhalb des Körpers hat. Es kennt die Welt nur insoweit, als der Körper mit seinen diversen Strukturen, zu denen auch die Sinnesorgane gehören, dem Gehirn Ereignisse der Außenwelt auf physikalisch-chemische Weise übermittelt.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Zusätzlich sagt uns die Neuro-Psychologie, dass <strong>Erlebnisse unseres Bewusstseins</strong> –nach den bisher vorliegenden Experimenten&#8211; normalerweise mit Ereignissen im Gehirn korrelieren. Nach dieser Hypothese wären dann auch unsere Bewusstseinsinhalte nur insoweit mit der Welt außerhalb des Körpers verknüpft, als unsere Bewusstseinsinhalte mit Ereignissen im Gehirn korrelieren, das von diesen Ereignissen außerhalb des Körpers durch eben den zugehörigen Körper &#8216;informiert&#8217; wurde. </font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Dies wird in dem nächsten Schaubild noch deutlicher.</font></font></p>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/body_brain_consciousness_simulation_500.jpg" title="body_brain_consciousness_simulation_500.jpg"><img src="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/body_brain_consciousness_simulation_500.jpg" alt="body_brain_consciousness_simulation_500.jpg" /></a></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Im Rahmen der empirisch motivierten Hypothese von der Gehirnabhängigkeit bewusster Erlebnisse, die  die Welt außerhalb des Körpers  in einer &#8216;abgeleiteten&#8217; Version präsentieren, muss man folgern, dass all das, was wir in unserem Erleben als &#8216;real&#8217; empfinden, <strong>Projektionen</strong> eines Gehirns sind, das in seiner ihm eigenen Weise eine unglaubliche Fülle von Einzelinformationen verarbeitet.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Wie wir aus zahlreichen neuropsychologischen und kognitionspsychologischen Experimenten wissen, sind die erlebbaren Inhalte in der Regel stark <strong>verdichtete</strong>, <strong>abstrahierte</strong> Strukturen auf der Basis von diversen Einzelinformationen aus den Informationen von Außenweltereignissen wie auch von körperinternen Prozessen. Dazu &#8216;Eigenleistungen&#8217; des Gehirns sowohl durch vielfältigste Interpolationen wie auch durch Erinnerungsleistungen, die als solche in der Regel keine 1-zu-1 Repräsentationen darstellen. Aufgrund des <strong>stark konstruktiven</strong> Charakters der Leistung des Gehirns (und des Körpers) bei der Projektion von Außenweltereignissen in den bewussten Erlebnisraum  erscheint es angemessener eher von einer &#8216;Interpolierenden Simulation&#8217; der Außenwelt durch das Gehirn zu sprechen als von einer bloßen &#8216;Projektion&#8217;.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><strong>Beispiele</strong>: <em>3D-Modelle aus 2D-Informationen (3D-Bilder Bücher)</em>, Objektkonstanz trotz Änderung der Distanz,  Perspektive und Drehungen,  Bild-über-Ton, Erinnerungen mischen sich mit Aktuellem, Projektion von eigenen Vorstellungen in das Bild des anderen,..  Sinnestäuschungen, Träume, Gedankenexperimente,&#8230;</font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2"><strong>Anmerkung Selbstbild - Fremdbild:</strong> Letztlich simuliert das Gehirn auch ein Bild des einzelnen Menschen, wie er sich &#8217;sehen&#8217; und &#8216;fühlen&#8217; soll. Dieses &#8216;innere Bild der Persönlichkeit&#8217; kann  &#8211;genau wie das Bild von der Außenwelt&#8211;  von dem tatsächlichen Zustand bzw. der tatsächlichen Wirkung eines Menschen abweichen.</font></font></p>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-4-ausenwelt-vor-erleben/">Fortsetzung: Außenwelt vor Erleben</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Philosophie der Zukunft - Teil 2 - Interdisziplinäre Ausgangslage</title>
		<link>http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-2-interdisziplinare-ausgangslage/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 13:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cagent</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es fragt sich, wo beginnt man, wenn man das Verhältnis von Philosophie und Wissenschaft beschreiben will? Nach längerem Überlegen habe ich folgendes Schaubild als Startpunkt gewählt, das eher un-philosophisch daherkommt:


&#160;
Das Schaubild versucht deutlich zu machen,   wie das Thema &#8216;Bewusstsein&#8216; auf vielfältige Weise   mit anderen Themenkomplexen verbunden erscheint, und dadurch als Gegenstand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Es fragt sich, wo beginnt man, wenn man das Verhältnis von Philosophie und Wissenschaft beschreiben will? Nach längerem Überlegen habe ich folgendes Schaubild als Startpunkt gewählt, das eher un-philosophisch daherkommt:</font></font></p>
<h2 class="western" style="line-height: 150%"></h2>
<p><a href="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/consciousness_factors_disciplins_500.jpg" title="consciousness_factors_disciplins_500.jpg"><img src="http://cognitiveagent.org/__oneclick_uploads/2012/01/consciousness_factors_disciplins_500.jpg" alt="consciousness_factors_disciplins_500.jpg" /></a></p>
<p style="line-height: 150%">&nbsp;</p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Das Schaubild versucht deutlich zu machen,   wie das Thema &#8216;<strong>Bewusstsein</strong>&#8216; auf vielfältige Weise   mit anderen Themenkomplexen verbunden erscheint, und dadurch als Gegenstand unterschiedlichster wissenschaftlicher Disziplinen auftritt.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">In dieser  Darstellung  erscheint das &#8216;Bewusstsein&#8217; als ein Erfahrungsbereich, der eine starke Beziehung zum &#8216;<strong>Gehirn</strong>&#8216; aufweist. Wir wissen heute immer mehr   über Zusammenhänge zwischen physiologischen Störungen im Gehirn und korrelierenden Veränderungen in der berichteten bewussten Erfahrung. Einschlägige Disziplinen sind hier z.B. die Neurowissenschaften und die Neuro-Psychologie.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Das &#8216;Gehirn&#8217; tritt  nicht isoliert auf, sondern nur eingebettet in einen komplexen &#8216;<strong>Körper</strong>&#8216;, der das Gehirn u.a. mit Energie versorgt. Zuständige Disziplinen sind hier u.a.  die Physiologie, die Anatomie, die Chemie und Molekularbiologie, sowie die Biologie.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Ein einzelner Körper kann nicht leben; er benötigt immer eine <strong>Population</strong>, um geboren zu werden, um zu lernen und um sich fortzupflanzen. Dies setzt eine Vielzahl von <strong>Interaktionen</strong> sowohl mit der Population als auch mit der jeweiligen Umgebung voraus.   Eine Interaktion ist ein Wechselspiel von empfangenen Reizen (Stimuli, [S]) aus der Umgebung wie auch von Reaktionen [R] des Körpers in die  Umgebung hinein. Je nach Komplexität dieser Aktionen, eventuell angereichert mit Zeichengebrauch, Werkzeuggebrauch, Ritualen, Kunst, komplexen juristischen Mustern, usw. sind hier eine Vielzahl von Wissenschaften einschlägig, z.B. Psychologie, Ethologie, Soziologie, Sprachwissenschaften, Anthropologie, Rechtswissenschaften, usw.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Wir haben außerdem gelernt, dass jene Strukturen, die wir &#8216;heute&#8217; vorfinden, keine statischen Gebilde sind, sondern Elemente eines <strong>Entwicklungsprozesses</strong>, der viele Milliarden Jahre vor unserer Gegenwart begonnen hat. Was wir heute vorfinden sind also &#8216;gewordene Strukturen&#8217;, Zustandsaufnahmen diverser Entwicklungslinien, die ihrer Natur nach über unsere Gegenwart hinaus weisen. <em>Punktuell</em> betrachtet repräsentieren diese Strukturen &#8216;Endpunkte&#8217;; <em>dynamisch</em> betrachtet markieren diese Strukturen Durchgangspunkte. Disziplinen, die hier einschlägig sind, sind z.B. die evolutionäre Psychologie und Biologie, die Geologie, die Geschichtswissenschaften, die Chemie und Molekularbiologie, die Genetik, und  die Physik. Letztere z.B. mit ihren verschiedenen Modellen zur Struktur der Materie und damit zusammenhängend zu den möglichen Entwicklungsphasen unseres Universums, in dem wir am Rande der Milchstraße mit unserem  Sonnensystem angesiedelt sind.</font></font></p>
<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Erwähnen möchte ich aber auch Disziplinen wie <strong>Mathematik, formale Logik und die Informatik</strong>. Direkt haben diese Disziplinen keinen Gegenstandsbereich in der erfahrbaren Welt. Aber ihre Denkmodelle gehen unterschiedlich intensiv ein in das Denken der verschiedenen Disziplinen. Dort entfalten sie –richtig genutzt&#8211; eine Ordnungskraft im Denken, die das Alltagsdenken bei weitem übersteigen kann.</font></font></p>
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<p style="line-height: 150%"><font face="DejaVu Sans, sans-serif"><font size="2">Wenn man sich dieses vielfältige Netzwerk von Disziplinen vergegenwärtigt, dann wundert es nicht mehr, dass unser <strong>Bild vom Menschen und der Wirklichkeit</strong> je nach Standpunkt sehr <strong>unterschiedlich</strong> ausfallen kann. Und die Wissensexplosion tut das ihre, um den einzelnen Wissenschaftler immer mehr in die Isolation seines eigenen Faches hinein zu treiben. Wer die Fakultäten deutscher Universitäten von innen kennt, weiß, wovon ich rede. Und als Studiengangsleiter eines interdisziplinären Studienganges mit mehr als 5 verschiedenen Disziplinen von glücklicherweise sehr positiv eingestellten KollegenInnen weiß ich, dass das erlernte Denken in den Köpfen aller Beteiligten eine Realität ist, die härter sein kann als jede reale Wand; wohlgemerkt, nicht weil wir als einzelne &#8216;böse&#8217; sind, sondern weil das Denken in unseren Köpfen eine Realität ist, die wir nicht so ohne weiteres verflüssigen können. Ein &#8216;Denken des Denkens&#8217; muss geübt werden. Darum sind wir heute auch zusammen.</font></font></p>
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<p><a href="http://cognitiveagent.org/2012/01/20/philosophie-der-zukunft-teil-3-realitat-als-simulation/">Fortsetzung: Geworden, Realität als Simulation</a></p>
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