Archiv der Kategorie: Zielvorstellungen

Genom – Kultur – (Evolution —> Evolution 2.0)

In dem vorausgehenden Text „WAS IST LEBEN ? … Wenn Leben ‚Mehr‘ ist, ‚viel Mehr‘“ wurde sichtbar gemacht, dass die verschiedenen Phasen der bisherigen Evolution des Lebens auf dem Planet Erde unmissverständlich eine deutliche Beschleunigung erkennen lassen, die zudem einhergeht, mit einer Zunahme der Komplexität biologischer Strukturen. Ein Kandidat, der in diesem Prozess anwachsender Komplexität real hervortritt, ist die Lebensform des ‚Homo sapiens‘. In diesem Text wird die Besonderheit des Homo sapiens ein wenig genauer betrachtet, aber nicht ‚isoliert‘, sondern als ‚genuiner Teil des gesamten Lebens‘. Dadurch wird eine Dramaturgie in Umrissen sichtbar, die viele Fragen ermöglicht, die in eine mögliche Zukunft der Evolution des Lebens deuten, anders als es bislang thematisiert wurde.

Autor: Gerd Doeben-Henisch

Datum: 18.April 2025 – 24.April 2025

Kontakt: cagent@cognitiveagent.org

Eine englische Version findet sich HIER.

GENE ODER UMWELT?

So — oder so ähnlich — lautete viele Jahrzehnte die Überschrift über eine intensive Diskussion, wodurch das Verhalten von Menschen im Alltag und dann auch im weiteren Verlauf stark geprägt wurde.

Dass ‚Gene‘ verantwortlich gemacht werden können für bestimmte ‚Verformungen des Körpers‘ (oft als ‚Missbildungen‘ empfunden), für bestimmte Krankheiten, für besondere ‚Begabungen‘ wird heute vielfach angenommen. Gleichzeitig wurde aber auch immer wieder betont, dass die jeweilige Umwelt, in der ein Mensch lebt, aufwächst, und arbeitet einen Einfluß auf sein Verhalten, auf seine Persönlichkeit haben kann.

Die Forschungsergebisse der neueren ‚Soziogenomik‘ [1] wirken in diesem Meinungskonflikt eher versöhnlich: anhand vieler Experimente und Untersuchungen findet sich hier die Arbeitshypothese, dass bestimmte ‚Gene‘ (Bestandteil des umfaassenden ‚Genoms‘ eines Menschen) zwar eine Art ‚Potenzial‘ für eine höhere Wahrscheinlichkeit des Auftretens von bestimmten Verhaltensweisen mit sich bringen, dass die tatsächliche ‚Verwirklichung‘ dieses Potentials dann aber sehr wohl von der Beschaffenheit der Umwelt abhängig sind. Krass ausgesprochen: ein hohes musikalisches Potential wird nicht zur Wirkung kommen, wenn das Kind in einer gesellschaftlichen Situation von großer Armut, Kinderarbeit, Kindersoldaten und Ähnlichem aufwachsen muss. Umgekehrt kann aber die gezielte Förderung von Musikalität bei einem Kind zu einer besonderen Förderung der Fähigkleiten beitragen, zugleich aber auch — möglicherweise — auf Kosten der Unterdrückung vieler anderer Fähigkeiten, über die das Kind auch noch verfügt.

[1] Artikel von Dalton Conley, „A New Scientific Field Is Recasting:
Who We Are and How We Got That Way“, 13.März 2025, New York Times, https://www.nytimes.com/2025/03/13/opinion/genetics-nature-nurturesociogenomics.html . Dazu das Buch von Dalton Conley: „THE SOCIAL GENOME: The New Science of Nature and Nurture“, 18.März 2025 , WW Norton – Penguin Random House

Eine weitergehende Betrachtung kann zu weiteren Aspekten führen, die geeignet erscheinen, die ganze Diskussion in eine gänzlich andere Sicht zu leiten.

Weiterhin eher Black-Box?

Was wir in der Diskussion vorfinden sind die beiden Größen ‚Gene‘ als Teil des Menschlichen Genoms und ‚kulturelle Muster‘, die im Alltag als wirksam angenommen werden.

Klar ist, dass die Gene des Genoms nicht direkt mit den kulturellen Mustern des Alltags interagieren. Wir wissen so viel, dass Gene auf höchst komplexe Weise Teile des Körpers und verschiedene Teile des Gehirns beeinflussen. Man kann aber nicht sagen, dass dieses Wechselspiel zwischen Körper und Gehirn unter Einfluss der Gene hinreichend aufgeklärt ist. Für den Start macht es daher vielleicht Sinn, den Körper – trotz des Wissens, welches wir schon haben – als eine ‚Black Box‘ zu betrachten, die mit der konkreten realen Umgebung in Interaktion tritt. Nennen wir einen menschlichen Akteur mit seinem Genom dazu vorläufig einen ‚Black-Box Akteur‘ – kurz: BBActor –.

Menschliche Akteure sind aber über die Umwelt selbst wieder Teil anderer menschlicher Akteure. Es wird angenommen, dass das beobachtbare Verhalten eines menschlichen BBActors von unterschiedlichen ‚kulturellen Mustern‘ beeinflusst wird, welche sich in ‚Form von Regeln‘ auf das konkrete Verhalten auswirken können. Dies führt zu einer Vielzahl von Perspektiven:

(1) VIELFÄLTIGE UMGEBUNGEN : Aufgrund der großen Bandbreite an kulturellen Mustern in einer Gesellschaft können die gleichen Aktionen eines BBActors völlig verschiedene Reaktionen auslösen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine besondere genetische Disposition von der Umgebung gefördert wird, hängt daher sehr stark von der Umgebung ab (Krieg, Kinderarbeit, große Armut, religiöse Anschauungen mit einer Vielzahl von Verboten, destruktive Verhaltensweisen, …)

(2) PERSÖNLICHKEIT : Ein Verhalten, welches Kindern und Jugendlichen mittelfristig hilft, zu einer ‚Persönlichkeit‘ heran zu wachsen, besteht zudem in der Regel aus verschiedenen ‚Bündeln unterschiedlichster Verhaltensweisen‘, die zusammen eine Art ‚Profil‘ bilden, welches nur begrenzt statisch ist. Diese wechselwirkenden Faktoren in verschiedenen Umgebungen müssen über viele Jahre hin wirksam sein , um ‚konstruktive‘ und ‚stabile‘ ‚innere Verhaltensmodelle‘ entstehen zu lassen.

(3) SOZIAL : Ein wichtiger Teil stabilisierender Faktoren gehört zum großen Komplex ‚sozialer Verhaltensweisen‘ und ‚sozialer Gruppen‘, denen sich ein BBActor ‚zugehörig fühlt‘ und in denen er auch ‚positiv akzeptiert‘ wird. Solche sozialen Beziehungen brauchen kontinuierliches Engagement über viele Jahre.

Soweit die individuelle Perspektive.

Wie hängt diese mit dem größeren Ganzen der Evolution zusammen?

Klar ist, dass jedes einzelne biologische System — und damit auch ein Mensch — vollstänig Teil des gesamten Lebens ist, dass in jedem Augenblick Veränderungen unterworfen ist, die in ihrer Summe das repräsentieren, was wir ‚(biologische) Evolution‘ nennen.

Evolution —> Evolution 2.0 (Evo2)

Mit dem Auftreten des Homo sapiens hat sich die Situation des Lebens auf dem Planet Erde allerdings grundlegend geändert, so sehr geändert, dass wir von einer ‚Evolution 2.0 (Evo2)‘ sprechen sollten.

Die Beschreibung von Evo2 kann hier nur als grobe konzeptuelle Skizze stattfinden, da die Komplexität von Evo2 sehr hoch ist; man benötigt aber eine ‚grobe Idee‘ zu Beginn, um sich nicht von Beginn an in den vielen Details zu verlieren. Außerdem finden sich aktuell in der wissenschaftlichen Diskussion nahezu keine Dialogansätze, um das hier im Fokus stehende Evo2-Konzept ausführlich zu schildern.

Falls die Grundidee des Evo2-Konzepts stimmt, wird aber kein Weg daran vorbeiführen, dieses Konzept zur allgemeinen Grundlage für mögliche Planungen und Ausgestaltungen für die Zukunft zu benutzen.

Logik des Alltags

Wenn man die Evolution ’seit dem Auftreten des Homo sapiens‘ neu ‚Klassifizieren‘ möchte als ‚Evo2‘, dann benötigt man hinreichend viele ‚Eigenschaften‘, die man in Verbindung mit dem Auftreten des Homo sapiens erkennen kann als solche, die es so ‚vorher‘ noch nicht gegeben hat.

Hier einige solcher Eigenschaften, die vom Autor identifiziert werden, eingebettet in angedeuteten Beziehungen, die später konkreter ausgeführt werden müssen.

  • ABSTRAKTION : Auffällig ist, wie leicht ein HS verschiedene ‚einzelne Phänomene‘ in einem ‚abstrakten Konzept‘ ‚zusammenfassen kann‘. So kann ein abstraktes Konzept wie ‚Baum‘ nicht nur viele verschiedene Arten von Bäumen ‚meinen‘, sondern einem Baum können ‚beliebig viele Eigenschaften‘ zugeordnet werden. Und ein abstraktes Konzept kann selbst wieder Element für ein ’noch abstrakteres Konzept‘ werden, z.B. können viele Bäume unter dem Konzept ‚Wald‘ versammelt werden. Denkt man in den Kategorien ‚Element‘ und ‚abstraktes Konzept‘, dann bilden abstrakte Konzepte eine ‚Meta-Ebene‘ und die zugehörigen Elemente eine ‚Objekt-Ebene‘. Und da ein HS offensichtlich Elemente einer Meta-Ebene zu einer ‚Objekt-Ebene‘ ‚höherer Stufe‘ machen kann, indem er einfach eine neue ‚Meta-Ebene‘ einführt, erscheint dieser ‚Mechanismus der Objekt-Meta-Ebenen‘ wie eine Art ‚Fahrstuhl in die Abstraktheit‘, für die es keine festen Grenzen zu geben scheint.
  • ZEIT ALS VERÄNDERUNG : Der HS verfügt über die Fähigkeit, ‚Veränderungen‘ zu erfassen. Veränderungen implizieren ein ‚Vorher‘ und ein ‚Nachher‘. Indirekt manifestiert sich in dieser ‚Vorher-Nachher-Struktur‘ das Phänomen der Zeit‘. Zeit erscheint damit als eine Art ‚Meta-Eigenschaft‘ von jeglicher Art von Veränderung. Sie lässt sich begreifen als eine ‚lineare Struktur‘, auf der ein ‚Nachher‘ wieder zu einem ‚Vorher‘ von einem anderen nachfolgenden ‚Nachher‘ werden kann. Diese Linearität hat zur Konstruktion von ‚Zeitmaschinen (Uhren)‘ geführt, die in regelmäßigen Abständen ‚Ereignisse‘ erzeugen, die man ‚Zeitpunkte‘ nennen kann, und die sich mittels ‚Zahlzeichen‘ quantitativ als ‚Zeitpunkte‘ in einer Weise benutzen lassen, wodurch man den Begriff der ‚Zeitdauer‘ bilden kann. Die Zuordnung von ‚realen Ereignissen‘ zu ‚abstrakten Zeitpunkten‘ bildet ein grundlegendes Instrument zur ‚Vermessung der Welt‘.
  • RAUM-STRUKTUR : Der HS mit seinem eigenen Körper in der Welt verfügt über eine Art von Wahrnehmung, in der ‚alles Wahrnehmbare‘ in einer ‚räumlichen Anordnung‘ erscheint. Es gibt ‚viele einzelne Phänomene‘ angeordnet in einer ‚Menge‘, die indirekt (wie bei der Zeit) eine ‚Fläche‘ oder gar einen ‚Raum‘ manifestieren. Durch das ‚Vorkommen in einem Raum‘ gibt es ‚räumliche Beziehungen‘ wie ‚oben – unten‘, ‚davor – dahinter‘, ‚kleiner – größer‘ usw.

Diese Meta-Eigenchaften wie ‚Raum, Zeit und Abstraktion‘ bilden eine Art ‚Koordinatensystem‘, welches dem HS erlaubt, die Gesamtheit seiner ‚Außenwelt-Wahrnehmung‘ in einer ‚Struktur‘ zu ‚ordnen‘, die ihm die ‚äußere Welt‘ in einer ‚vereinfachten Darstellung‘ ‚verfügbar‘ macht. (Anmerkung: besonders die beiden ‚Koordinaten Raum und Zeit‘ finden sich mit anderen Bezeichnungen und in einem anderen Setting schon bei Kant in seiner ‚Kritik der reinen Vernunft‘ von 1781/1789).

Ergänzend zur Erfassung der Meta-Eigenschaft der Zeit besitzt der HS aber auch noch folgende Fähigkeit:

  • MÖGLICHE VERÄNDERUNG (ZIEL(e)) : Die Fähigkeit, ‚Veränderungen‘ in einer Struktur von ‚Vorher‘ und ‚Nachher‘ zu erkennen, wird beim HS noch ergänzt um die Fähigkeit, ‚künstliche Nachher‘ zu einem ‚Vorher‘ zu generieren. Ob man diese Fähigkeit nun ‚Vorstellen‘ nennt, ‚Denken‘ oder irgendwie mit ‚Kreativität/ Fantasie‘ umschreibt, Fakt ist, ein HS kann die ‚real erlebte Kette von Ereignissen‘ auch in Form einer ‚Kette von bloß vorgestellten Ereignissen‘ generieren. Sofern diese ‚vorgestellte Kette von Ereignissen‘ sich auf ‚mögliche reale Ereignisse‘ beziehen lässt, die aufgrund von ‚möglichen Veränderungen stattfinden‘ können, erlauben solche ‚vorgestellten Ereignisketten‘ eine Art von ‚Planung‘ dafür, dass man ‚Heute planen‘ kann, was ‚Morgen‘ dann vielleicht ‚der Fall sein sollte‘. Dasjenige, was in dieser Kette dann ‚der Fall sein sollte‘ wäre dann so eine Art ‚Ziel‘: ein Zustand, den man ‚erreichen‘ möchte. Offensichtlich kann ein HS sich solche ‚möglichen Ziele‘ auch vorstellen, bevor er eine ‚Kette von möglichen Ereignissen‘ konstruiert hat. In diesem Fall kann die ‚Vorgabe eines Zieles‘ dazu anzuregen, eine ‚Kette von möglichen Ereignissen‘ zu konstruieren, die ein ‚zunächst bloß vorgestelltes Ziel‘ erreichbar erscheinen lässt.

Soweit erste Grundelemente einer ‚Logik des Alltags‘.

Diese, allein für sich genommen, können allerdings noch nichts bewirken. Dazu braucht es noch mehr. Der HS verfügt über dieses ‚Mehr‘.

Kommunikation und Kooperation

Über welche ‚inneren Zustände‘ ein HS auch verfügt, solange er diese inneren Zustände — oder zumindest Teile davon — nicht mit anderen Menschen ‚teilen‘ kann, bleibt ein HS ein ‚isolierter Körper‘ in Raum und Zeit, der mit niemandem kooperieren kann.

  • KOOPERATION : Zur Kooperation gehört, dass ein einzelner HS sich mit beliebigen anderen Menschen über ‚Ziele‘ verständigen kann, die erreicht werden sollten, und über die ‚Prozesse‘, die gemeinsam durchlaufen werden müssten, um die Ziele einzulösen. Der Begriff ‚Kooperation‘ ist in diesem Zusammenhang auch ein ‚Meta-Konzept‘, welches sehr viele — nicht gerade ‚einfache‘ — Eigenschaften zusammen fasst.
  • SYMBOLISCHE SPRACHE : Ein Standardmittel zur Ermöglichung von ‚Kooperation‘ besteht darin, einen ‚Austausch‘ von ‚Zeichen‘ zu organisieren, der so ist, dass die ‚verwendeten Zeichen‘ mit einer ‚Bedeutung‘ korrelieren, die beim ‚Sprecher (Schreiber)‘ wie beim ‚Hörer (Leser)‘ ‚annähernd gleich‘ sind. Ist dies der Fall, dann kann z.B. ein HS von bestimmten ‚Pflanzen‘ sprechen, die ‚gefunden‘ werden sollen, und ein anderer HS ‚versteht‘ die gesprochenen Worte so, dass er mit den ‚vom Sprecher benutzten Worten‘ in seinem Innern eine ‚Vorstellung von jenen Pflanzen‘ aktivieren kann, die vom Sprecher mit seinen Worten ‚intendiert‘ waren. Zugleich kann er ein ‚inneres Bild‘ von ‚möglichen Orten‘ und ‚dazu passenden Wegen‘ aktivieren. Damit ausgestattet, kann der Hörer sich ‚auf den Weg machen‘, um die ‚intendierten/ gewünschten‘ Pflanzen zu finden, einzusammeln und ’nach Hause‘ zu bringen.

Schon diese wenigen Ausführungen lassen erahnen, wie schnell eine Kooperation mittels sprachlicher Kommunikation an ‚Komplexität zunehmen kann‘. Ein ‚gemeinsames Handeln‘ mit vielen beteiligten Menschen in einer unübersichtlichen ‚dynamischen‘ Situation, die über einen längeren Zeitraum an verschiedenen Orten stattfinden soll, erfordert neben starken sprachlichen Fähigkeiten sehr viel mehr:

  • MOTIVATION : Warum sollte jemand über das ‚Motiv‘ verfügen, sich einer gemeinsamen Handlung anzuschließen?
  • KNOWHOW : Verfügen die Teilnehmer über genügend Wissen/ Erfahrung, so dass ein gemeinsam gesetztes Ziel erreicht werden kann?
  • SOZIALE AKZEPTANZ : Gibt es in der potentiellen ‚Gruppe‘ genügend viele Mitglieder, die über eine ‚hinreichende soziale Akzeptanz‘ verfügen, dass ‚Vorschläge‘ als mögliche Ziele von anderen übernommen werden?
  • RESSOURCEN : Gemeinsame Aktionen in Raum und Zeit benötigen ein Vielerlei an ‚Ressourcen‘, damit die notwendigen Aktionen ausgeführt werden können. Die aktiven Menschen benötigen selbst genügend ‚Energie‘ und ‚Wasser‘ für ihre Körper; ferner muss ‚genügend Zeit‘ verfügbar sein, dazu verschiedene ‚Werkzeuge‘, und manches mehr.

Werkzeuge : Materie und Zukunft

Neben den bislang genannten Faktoren, welche das besondere Potential des Homo sapiens auszeichnen, gibt es noch viele weitere, die genannt werden müssen. Zwei stechen besonders hervor:

(1) ‚Werkzeuge‘, mit denen der HS die materielle Umgebung (einschließlich biologischer Systeme) nahezu ‚vollständig bearbeiten‘ kann, und zwar so, dass sie durch die Bearbeitung eine ‚völlig veränderte Gestalt‘ inklusive ’neuartiger Funktionen‘ annehmen kann.

(2) Werzeuge, mit denen der HS ‚abstrakte Repräsentanten (= Bilder, Modelle,…)‘ der realen Welt (inklusive biologischer Systeme) mit Berücksichtigung einer ‚möglichen Dynamik (Veränderungsformen)‘ über ‚abstrakte Zeitstrecken‘ in einer Weise ‚ausloten‘ kann, dass damit ‚mögliche zukünftige Zustände‘ der Welt und des Lebens in dieser Welt umrisshaft sichtbar gemacht werden können.

Diese beiden Faktoren bilden die Grundbausteine einer ‚evolutionären Revolution‘, wodurch der bisherige Gang der Evolution in einen Zustand versetzt wird, der historisch einmalig ist und dessen Potential bislang weder angemessen erkannt noch ausgelotet ist. Diese Möglichkeiten markieren damit tatsächlich eine völlig neue Phase der Evolution, eben eine ‚Evolution 2.0‘.

Folgende Anmerkungen verdienen hier aber Beachtung:

Technische Werkzeuge für die ‚Sichtbarmachung möglicher zukünftiger Zustände der Welt und des Lebens‚ sind Maschinen, angereichert mit Algorithmen, welche die hierzu notwendigen simulativen Operationen zwar faktisch ausführen können, aber sie hängen fundamental von folgenden Faktoren ab:

(1) Auch sie benötigen für ihre ‚Arbeit‘ ‚Energie‘, und nicht wenig.

(2) Sie benötigen für ihre Simulationen ‚Repräsentationen von Sachverhalten‘, welche

(2.1) ‚empirisch zutreffend‘ sind

(2.2) der ‚Dynamik hinter den Phänomenen‘ gerecht werden

(2.3) die ‚Wechselwirkungen zwischen Faktoren‘ berücksichtigen

(3) benötigen ‚Zielvorstellungen‘, die aus der großen Menge möglicher zukünftiger Zustände jene ‚aussortieren‘, die den ‚Kriterien für eine nachhaltige Zukunft des Lebens‚ auf dem Planeten oder ‚woanders‘ berücksichtigen.

Dabei dürfte der Punkt mit den ‚Zielvorstellungen‘ der schwierigste sein: Wer verfügt über diese Zielvorstellungen? Maschinen als solche haben keinen Zugang dazu. ‚Menschen‘ als Teil des Lebens‘ haben im Laufe ihrer Gegenwart auf dem Planeten zwar gezeigt, dass sie grundsätzlich ‚zielfähig‘ sind, dass sie aber ihre Ziele im Laufe von ca. 300.000 Jahren beständig verändert haben, was verschiedene Ursachen hat. Ungeklärt ist das riesige Potential an Zielen in den übrigen Bereichen des Lebens außer dem Menschen.

Frage nach dem letzten Sinn

In diesem Szenario ist somit zwar das Leben generell — und darin möglicherweise der Homo sapiens ganz besonders — der zentrale Kandidat für das ‚Auffinden der angemessenen Ziele‘ für eine weitere spannende Zukunft des Lebens im bekannten Universum (oder auch jenseits davon), aber wie definieren Menschen Ziele für das Ganze, wenn sie sich selbst noch in einer ‚Ziel-Klärungs-Phase‘ befinden?

Der Zuwachs an Handlungsfreiheit und Gestaltungsmacht ist zugleich ein Zuwachs an Herausforderung an das ‚Selbstbewusstsein‘ des Lebens auf dem Planeten, in diesem Universum: Was wollt ihr hier überhaupt? Auf wen wartet ihr? Merkt ihr nicht, dass ihr jetzt gefordert seid?

Schmerz ersetzt nicht die Wahrheit …

Autor: Gerd Doeben-Henisch

Email: gerd@doeben-henisch.de

Entstehungszeit: 18.Okt 2023 – 24.Okt 2023

KONTEXT

Der Terrorakt der Hamas auf israelische Bürger am 7.Oktober 2023 erschüttert die Welt. Seit Jahren erschüttern Terrorakte unsere Welt. Unter unseren Augen versucht ein Staat seit 2022 (eigentlich schon ab 2014), das ganze ukrainische Volk auf brutalste Weise auszuradieren. In vielen anderen Regionen dieser Welt findet und fand Ähnliches statt …

… Schmerz ersetzt nicht die Wahrheit [0]…

Wahrheit ist kein Automatismus. Wahrheit verfügbar zu machen erfordert erheblich mehr Anstrengung, als im Zustand partieller Wahrheit zu verweilen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch die Wahrheit kennt bzw. sich um die Wahrheit bemüht ist kleiner als das Verharren in einem Zustand der partiellen Wahrheit oder der direkten Unwahrheit.

Ob in einer Demokratie mehrheitlich die Unwahrheit vorherrscht oder eben die Wahrheit, hängt davon ab, wie eine Demokratie den Prozess der Wahrheitsfindung und der Kommunikation von Wahrheit gestaltet. Einen Automatismus zur Wahrheit gibt es nicht.

In einer Diktatur ist die Wahrscheinlichkeit für eine Verfügbarkeit von Wahrheit extrem abhängig von jenen, die die Macht zentral ausüben. Absolute Macht hat aber schon im Kern mit der Wahrheit gebrochen (was nicht ausschließt, dass diese Macht erhebliche Wirkungen entfalten kann).

Der Gang der bisherigen Geschichte des Menschen auf dem Planet Erde zeigt, dass es offensichtlich keinen einfachen schnellen Weg gibt, der alle Menschen gleichermaßen in einen glücklichen Zustand überführt. Dies muss mit dem Menschen selbst — mit uns — zu tun haben.

Das Interesse an Wahrheitsfindung, an Kultivierung von Wahrheit, an einem gemeinsamen Prozess in Wahrheit, war bislang aber niemals stark genug, um die alltäglichen Abgrenzungen, Unwahrheiten, Verfeindungen, Greueltaten … zu überwinden.

Der eigene Schmerz ist furchtbar, aber er hilft uns nicht weiter …

Wer will überhaupt eine Zukunft für uns alle?????

[0] Es gibt einen Überblicksartikel vom Autor aus dem Jahr 2018, in dem er 15 größere Texte aus dem Blog ‚Philosophie Jetzt‘ vorstellt ( „INFORMELLE KOSMOLOGIE. Teil 3a. Evolution – Wahrheit – Gesellschaft. Synopse der bisherigen Beiträge zur Wahrheit in diesem Blog“ ( https://www.cognitiveagent.org/2018/03/20/informelle-kosmologie-teil-3a-evolution-wahrheit-gesellschaft-synopse-der-bisherigen-beitraege-zur-wahrheit-in-diesem-blog/ )), in denen die Sache mit der Wahrheit aus vielen Gesichtspunkten betrachtet wird. In den 5 Jahren danach hat sich der gesellschaftliche Umgang mit der Wahrheit dramatisch weiter verschlechtert.

Hass hebt Wahrheit auf …

Wahrheit hat mit Wissen zu tun. Wissen ist bei Menschen aber den Emotionen untergeordnet. Was immer wir wissen oder wissen wollen, wenn unsere Emotionen dagegen sind, werden wir das Wissen einklammern.

Eine Form von Emotion ist der Hass. Die zerstörerische Wirkung von Hass begleitet die Geschichte der Menschheit wie ein Schatten und er hinterlässt überall eine Spur der Verwüstung: im Hassenden selbst, und in seiner Umgebung.

Das Ereignis des unmenschlichen Überfalls am 7.Oktober 2023 in Israel, von der Hamas für sich in Anspruch genommen, ist ohne Hass nicht denkbar.

Verfolgt man die Geschichte der Hamas seit ihrer Gründung 1987 [1,2], dann kann man sehen, dass der Hass schon als ein wesentliches Moment in der Gründung grundgelegt ist. Zu diesem Hass gesellt sich das Moment einer religiösen Deutung, die sich islamisch nennt, die aber eine spezielle, sehr radikalisierte und zugleich fundamentalistische Form des Islams repräsentiert.

Die Geschichte des Staates Israel ist komplex, nicht minder die Geschichte des Judentums. Und dass das heutige Judentum auch starke Anteile enthält, die eindeutig fundamentalistisch sind und denen Hass nicht fremd ist, dies führt innerhalb vieler anderer Faktoren im Kern auch zu einer Konstellation von fundamentalistischen Gegensätzen auf beiden Seiten, die aus sich heraus keine Lösungsansätze erkennen lassen. Die vielen anderen Menschen in Israel und Palästina ‚drumherum‘ sind Teil dieser ‚fundamentalistischen Kraftfelder‘, die Menschlichkeit und Wahrheit in ihrer Nähe schlicht verdunsten lassen. An der Spur des Blutes kann man diese Wirklichkeit erkennen.

Sowohl das Judentum wie auch der Islam haben wunderbare Dinge hervorgebracht, aber was bedeutet all dies angesichts eines brennenden Hasses, der alles beiseite schiebt, der nur sich selbst sieht.

[1] Jeffrey Herf, Sie machen den Hass zum Weltbild, FAZ 20.Okt. 23, S.11 (Abriss der Geschichte der Hamas und ihr Weltbild, als Teil der größeren Geschichte)

[2] Joachim Krause, Die Quellen des Arabischen Antisemitismus, FAZ, 23.10.2023,S.8 (Dieser Text ergänzt die Darstellung von Jeffrey Herf. Nach Krause wurde der arabische Antisemitismus seit den 1920iger/ 30iger Jahren über die 1928 gegründete Muslimbrüderschaft weit in die arabische Welt hineingetragen.)

Zerbrechende Gesellschaft

Wenn die Wahrheit schwindet, der Hass wächst (und damit indirekt auch das Vertrauen verdunstet), dann befindet sich eine Gesellschaft im freien Fall. Dagegen gibt es kein Mittel; Waffeneinsatz kann es nicht heilen, nur verschlimmern.

Allein die Tatsache, dass wir glauben, man könnte mangelnde Wahrheit, schwindendes Vertrauen, vor allem aber manifesten Hass nur durch Gewalt ausrotten, zeigt, wie ernst wir diese Phänomene nehmen und zugleich, wie hilflos wir uns diesen Haltungen gegenüber erleben.

In einer Welt, deren Fortbestand an die Verfügbarkeit von Wahrheit und Vertrauen geknüpft ist, ist es ein schrilles Alarmzeichen zu sehen, wie schwer wir uns als Menschen im Umgang mit fehlender Wahrheit und Hass tun.

Ist Hass unheilbar?

Wenn man sieht, wie zäh sich Hass in der Menschheit hält, wir unfassbar grausam ein Handeln sein kann, was von Hass angetrieben wird, und wie hilflos wir Menschen im Angesichts von Hass wirken, dann muss man vielleicht die Frage stellen, ob Hass letztlich nicht eine Art Krankheit ist, eine, die den Hassenden selbst und — ganz besonders — den Gehassten mit schweren Schäden, letztlich mit dem Tod bedroht?

Bei normalen Krankheiten haben wir gelernt, nach Heilmitteln zu suchen , die von der Krankheit befreien können. Wie ist es aber bei einer Krankheit Hass? Was hilft hier? Hilft hier irgendetwas? Müssen wir Menschen, die von Hass befallen sind, wie zu früheren Zeit bei Menschen mit tödlichen Krankheiten (die Pest!) , hassende Menschen ausgrenzen, wegsperren, in ein Niemandsland verschicken? … aber jeder weiß, dass dies nicht geht… Was aber geht? Was hilft gegen Hass?

Nach ca. 300.000 Jahren Homo sapiens auf diesem Planeten wirken wir seltsam hilflos im Angesicht der Krankheit Hass.

Das Schlimme ist, dass es andere Menschen gibt, die in jedem hassenden Menschen ein mögliches Werkzeug sehen, diesen Hass mit geeigneter Manipulation auf Ziele umzufunktionieren, die der Manipulator gerne geschädigt oder gar zerstört sehen will. Dadurch verschwindet der Hass nicht; im Gegenteil, er fühlt sich bestätigt und neues Unrecht schürt die Entstehung von neuem Hass … die Krankheit breitet sich weiter aus.

Eines der größten Ereignisse im gesamten bekannten Universum, die Entstehung des geheimnisvollen Lebens auf diesem Planet Erde, hat einen wunden Punkt, an dem dieses Leben so seltsam schwach und hilflos wirkt. Die Menschen haben im Lauf der bisherigen Geschichte gezeigt, dass sie zu Taten fähig sind, die viele Generationen überdauern, die vielen Menschen mehr Leben ermöglichen, die …. aber angesichts von Hass seltsam hilflos wirken … und der Hassende ist sich selbst genommen, unfähig zu allem anderen … im freien Fall in sein dunkles Inneres …

Statt Hass brauchen wir (minimal, skizzenhaft):

  • Wasser, damit Menschen leben können. Dazu eine Infrastruktur, die Wasser bereit stellt. Dazu andere Menschen, die sich um diese Infrastruktur kümmern. Diese anderen Menschen brauchen auch alles, was sie für ihr Leben benötigen, damit sie diese Aufgabe erfüllen können.
  • Nahrung, damit Menschen leben können. Dazu eine Infrastruktur, die diese Nahrung herstellt, lagert, aufbereitet, transportiert, verteilt, und die Nahrung bereit stellt. Dazu andere Menschen, die sich um diese Infrastruktur kümmern. Diese anderen Menschen brauchen auch alles, was sie für ihr Leben benötigen, damit sie diese Aufgabe erfüllen können.
  • einen Wohnbereich, damit Menschen leben können. Dazu eine Infrastruktur, die diesen Wohnbereich herstellt, bereit stellt, erhält, und verteilt. Dazu andere Menschen, die sich um diese Bereitstellung kümmern. Diese anderen Menschen brauchen auch alles, was sie für ihr Leben benötigen, damit sie diese Aufgabe erfüllen können.
  • Energie, gegen Kälte, gegen Hitze, für alltägliche Abläufe, um Leben zu können. Dazu eine Infrastruktur, die diese Energie herstellt, bereit stellt, erhält, und verteilt. Dazu andere Menschen, die sich um diese Bereitstellung kümmern. Diese anderen Menschen brauchen auch alles, was sie für ihr Leben benötigen, damit sie diese Aufgabe erfüllen können.
  • Die Berechtigung und die Teilhabe, Wasser, Nahrung, Wohnen und Energie bekommen zu können. Dazu eine Infrastruktur an Vereinbarungen, damit dies alles möglich ist. Dazu andere Menschen, die sich um diese Vereinbarungen kümmern. Diese anderen Menschen brauchen auch alles, was sie für ihr Leben benötigen, damit sie diese Aufgabe erfüllen können.
  • Ausbildung, um in der Lage zu sein, Aufgaben im realen Leben übernehmen und erfolgreich ausführen zu können. Dazu braucht es andere Menschen, die genügend Erfahrung und Wissen haben, um solche Ausbildung anbieten und durchführen zu können. Diese anderen Menschen brauchen auch alles, was sie für ihr Leben benötigen, damit sie diese Aufgabe erfüllen können.
  • Medizinische Versorgung, um bei vielen Verletzungen, Unfällen, Krankheiten helfen zu können. Dazu braucht es andere Menschen, die dafür genügend Erfahrung und Wissen haben, um solche medizinische Versorgung anbieten und durchführen zu können; dazu auch die notwendigen Einrichtungen und Ausrüstungen. Diese anderen Menschen brauchen auch alles, was sie für ihr Leben benötigen, damit sie diese Aufgabe erfüllen können.
  • Kommunikationseinrichtungen, damit jeder jederzeit die hilfreichen Informationen bekommen kann, die er braucht, um sich in seiner Welt sachgemäß orientieren zu können: Wann, wer, wo, wie, was …. Dazu braucht es eine geeignete Infrastruktur und andere Menschen, die dafür genügend Erfahrung und Wissen haben, um solche Informationen anbieten zu können. Diese anderen Menschen brauchen auch alles, was sie für ihr Leben benötigen, damit sie diese Aufgabe erfüllen können.
  • Transporteinrichtungen, damit Menschen und Sachen an die Orte kommen können, zu denen sie hin müssen. Dazu braucht es eine geeignete Infrastruktur und andere Menschen, die dafür genügend Erfahrung und Wissen haben, um solche Infrastrukturen anbieten zu können. Diese anderen Menschen brauchen auch alles, was sie für ihr Leben benötigen, damit sie diese Aufgabe erfüllen können.
  • Entscheidungsstrukturen, die die vielfältigen Bedürfnisse und notwendigen Leistungen so vermitteln, dass möglichst alle all das zur Verfügung haben, was sie für ihr alltägliches Leben benötigen. Dazu braucht es eine geeignete Infrastruktur und andere Menschen, die dafür genügend Erfahrung und Wissen haben, um solche Infrastrukturen anbieten zu können. Diese anderen Menschen brauchen auch alles, was sie für ihr Leben benötigen, damit sie diese Aufgabe erfüllen können.
  • Ordnungskräfte, die dafür Sorge tragen, dass Störungen und Verletzungen jener Infrastrukturen, die für das alltägliche Leben notwendig sind, behoben werden, ohne dass neue Störungen entstehen. Dazu braucht es eine geeignete Infrastruktur und andere Menschen, die dafür genügend Erfahrung und Wissen haben, um solche Dienst anbieten zu können. Diese anderen Menschen brauchen auch alles, was sie für ihr Leben benötigen, damit sie diese Aufgabe erfüllen können.
  • ausreichend Land, um für all diese Anforderungen genügend Raum zur Verfügung stellen können, dazu geeignete Böden (Wasser, Nahrung, Wohnen, Transport, Lagerung, Produktion, …)
  • ein geeignetes Klima
  • ein funktionierendes Ökosystem
  • eine leistungsfähige Wissenschaft, welche die Welt erkundet, um zu wissen, was geht, was nicht geht, was auf uns zukommt, …. Dazu braucht es eine geeignete Infrastruktur und andere Menschen, die dafür genügend Erfahrung und Wissen haben, um solche Dienst anbieten zu können. Diese anderen Menschen brauchen auch alles, was sie für ihr Leben benötigen, damit sie diese Aufgabe erfüllen können.
  • eine geeignete Technologie, um alle die Aufgaben erfolgreich durchführen zu können, die im Alltag und für die Wissenschaft benötigt werden. Dazu braucht es eine geeignete Infrastruktur und andere Menschen, die dafür genügend Erfahrung und Wissen haben, um solche Dienst anbieten zu können. Diese anderen Menschen brauchen auch alles, was sie für ihr Leben benötigen, damit sie diese Aufgabe erfüllen können.
  • ein Wissen in den Köpfen der Menschen, das dazu geeignet ist, das Geschehen im Alltag hinreichend gut verstehen zu können, so dass sie verantwortungsvoll mitdenken, sich selbständig orientieren und entscheiden zu können. Dazu braucht es eine geeignete Infrastruktur und andere Menschen, die dafür genügend Erfahrung und Wissen haben, um solche Dienst anbieten zu können. Diese anderen Menschen brauchen auch alles, was sie für ihr Leben benötigen, damit sie diese Aufgabe erfüllen können.
  • Zielvorstellungen (Präferenzen, Werte, …) in den Köpfen der Menschen, welche dazu geeignet sind, im Geschehen des Alltags hinreichend gut Entscheidungen fällen zu können. Dazu braucht es im alltäglichen Leben eine gegenseitige Hilfestellung von Allen, damit die junge Generation sich mit diesen Zielen vertraut machen und selbständig überprüfen kann, um nach und nach aus eigener Kraft diese Ziele anwenden kann.
  • hinreichend viel Zeit und Frieden, damit die bisher genannten Prozesse stattfinden und ihre Wirkung erbringen können.
  • hinreichend gute und dauerhafte Beziehungen zu anderen Bevölkerungsgruppen, die die gleichen Ziele verfolgen.
  • eine hinreichende Gemeinsamkeit zwischen all den Bevölkerungsgruppen, die auf dem Planet Erde leben und mit der Realität dieses Planeten (Erdbeben, Vulkane, Klima, verfügbares Land, …) den Bedarf für ihr Leben dort gemeinsam lösen müssen, wo sie alle betroffen sind.
  • einen dauerhaften positiv-konstruktiven Wettbewerb um jene Zielvorstellungen, die das Leben von möglichst allen Menschen auf diesem Planeten (in diesem Sonnensystem, in dieser Galaxie, ….) auch für die Zukunft möglich erscheinen lassen.
  • der Freiheit, die im Innern der erfahrbaren Welt anwesend ist, so auch in jedem Lebewesen, besonders auch im Menschen, sollte so viel Raum wie möglich gegeben werden, da es nur diese Freiheit ist, die angesichts einer sich beständig verändernden Welt falsche Vorstellungen von gestern so überwinden kann, damit wir in der Welt der Zukunft vielleicht bestehen können.

DER AUTOR

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