INGENIEURE UND DAS GLÜCK. Anmerkung 1

Journal: Philosophie Jetzt – Menschenbild
ISSN 2365-5062, 6.Februar 2021
URL: cognitiveagent.org, Email: info@cognitiveagent.org
Autor: Gerd Doeben-Henisch (gerd@doeben-henisch.de)

KONTEXT

In dem Vortrag vom 12.Januar 2021 mit dem Titel Ingenieure und das Glück habe ich versucht, zum Thema eine erste Antwort zu geben. Diese Antwort nahm die Gestalt einer (wissenschafts-)philosophischen Analyse der Rolle von Ingenieuren im Gesamtgesellschaftlichen Kontext an. Eingebette darin wichtige Methoden des Engineerings, speziell der Aspekt der Mensch-Maschine Interaktion [MMI] (oft auch mit anderen Formulierungen wie wie z.B. HCI, HMI).

In diesem Text soll diese Gesamtschau nochmals aufgegriffen und um einzelne Aspekte ergänzt werden.

Wenn der Leser beim Lesen dieses Textes den Eindruck gewinnen sollte, dass der Begriff des Ingenieurs hier in einem weiteren Sinne genutzt wird als dies üblich ist, dann kann dies richtig sein. Der Autor geht davon aus, dass die Ingenieurskunst eine eigene Fundamentalkategorie neben Philosophie, Kunst und Wissenschaft ist. Ohne Engineering gäbe es schlicht gar keine Gesellschaft; ohne Ingenieure würde rein gar nichts ‚funktionieren‘. Jeder mag sich die Frage stellen, warum gerade die Ingenieure im öffentlichen Bewusstsein in Deutschland, in den Medien, so gut wie gar nicht vorkommen, und wenn, dann identifiziert man die Ingenieure nicht primär als jene, die das ganz praktische Glück einer Gesellschaft ermöglichen.

‚PHILOSOPHIE JETZT‘ AUF ABWEGEN?

Wer die Beiträge in diesem Blog Philosophie Jetzt – Auf der Suche nach dem neuen Menschenbild über die Jahre verfolgt hat, der wird sich in den letzten Wochen vielleicht gefragt haben, ob die aktuellen Themen mit dem Thema von Philosophie Jetzt überhaupt noch etwas zu tun haben.

Als Autor dieses Textes — und zugleich auch Herausgeber dieses Blogs als eJounral — habe ich mir diese Frage selbst schon gestellt.

Tatsächlich habe ich seit ca. 20 Jahren mindestens zwei Hüte auf: den des (Wissenschafts-)Philosophen und den des Ingenieurs, wobei ich die Informatik zu den Ingenieurswissenschaften rechne, obgleich diese sich tendenziell eher als etwas ‚Besonderes‘ (was eigentlich?) empfinden. Über all die Jahre habe ich die beiden Perspektiven eher getrennt gehalten. Aber durch den Gang der Entwicklung in den Ingenieurswissenschaften selbst, insbesondere durch die rasante Entwicklung des Themas Mensch-Maschine Interaktion [MMI, HCI, HMI…] als Teil des allgemeinen Engineering in Gestalt des Systems Engineering [SE] in den letzten Jahrzehnten hat sich der Abstand zwischen den beiden Perspektiven zusehends verringert.

Als ich mich dann dabei ertappte, wie ich nach philosophischen Begründungen gesucht habe für das, was ich als Ingenieur machte, und zwar nicht einfach nur aus einer Laune heraus, sondern aus systematischen Gründen, weil es für das Engineering selbst notwendig war, da wurde mir klar, dass eine weitere Trennung der Themen unangemessen ist. Ein modernes Engineering ohne Philosophie wie aber auch eine moderne Philosophie ohne Engineering sind einfach unvollständig, wesentlich unvollständig.

Dies führte dann dazu, dass ich die fast schon hermetische Trennung zwischen meinem Engineering Blog uffmm.org (und die Texte im uffmm.org Blog sind ja nur die berühmte ‚Spitze des Eisbergs‘) und dem Philosophie Blog cognitiveagent.org spätestens mit dem Beitrag vom 12.Januar 2021 Ingenieure und das Glück aufgegeben habe.

Wie kann man diesen Zusammenhang zwischen (Wissenschafts-)Philosophie und Engineering verdeutlichen?

KIPP-PUNKTE IM DENKEN

Im Versuch der Selbst-Reflexion sehe ich zwei Kipp-Punkte in meinem Denken — die letztlich auf einen einzigen hinauslaufen –, die in den letzten Monaten (letztlich Jahren) zu dieser Wende geführt haben.

Der eine Kipp-Punkt speist sich aus der Beschäftigung mit dem Thema Mensch-Maschine Interaktion [MMI]. In dieser Perspektive verwandelte sich der intendierte User (Benutzer, Anwender) vom schlichten Bediener eines Gerätes zu einem immer stärker individuell und gesellschaftlich charakterisierten Individuum als Teil von Gruppen, Schichten, ganzen Populationen, zu einem komplexen Verbraucher, Konsument ohne feste Konturen. Damit war die Perspektive des Technischen im engeren Sinne gesprengt. Engineering mutierte damit in seinen Grenzbereichen partiell zu Psychologie, zu Soziologie, zu Linguistik, zur Kommunikations- und allgemeiner Interaktions-Theorie, zu Verhaltensbiologie, und vielem mehr. Wo hörte Engineering hier auf, wo fing ‚das andere‘ an?

Der andere Kipp-Punkte lag im Engineering selbst, im Prozess des Systems Engineerings: denn, egal welche Prozesse zur Lösung eines Problems initiiert und organisiert wurden, die dynamischen Treiber sind immer Experten, Ingenieure und Manager, die — verbunden durch das Band der Kommunikation — ihre Fähigkeiten zu gemeinsamen Leistungen koordinierten. Ohne diese Kommunikation hätten wir augenblicklich einen vollständigen Stillstand. Letztlich bilden all die verschiedenen Elemente dieses kommunikativen Bandes eine Einheit, eine große Sprache mit einer Alltagssprache als Basis, angereichert durch viele speziellen Sprachen, insbesondere durch die Sprache der Mathematik und einer Vielzahl von Symbol-Diagramm-Sprachen. Und weiterhin, viele der Ingenieurprozesse scheitern nicht an der Kommunikation als solcher, sondern daran, dass die äußere Kommunikation davon lebt, dass die beteiligten Ingenieure und Manager ein subjektives Innenleben haben, angereichert mit kognitiven, sprachlichen, aber auch sehr viel emotionalen und sonstigen nicht-kognitiven Elementen. Die Synergie zwischen diesen subjektiven inneren Zuständen und dem Kommunikationsgeschehen samt konkreten Umständen kann zerbrechen; bei erprobten Profis tendenziell eher nicht, aber auch hier kann es einen ‚Knacks‘ machen und dann fehlt die notwendige subjektive Unterstützung des objektiven Prozesses. Dann geht immer weniger oder gar nichts mehr.

Ist man mit seinen Analysen an dieser Stelle angekommen, beim human factor, beim Mitarbeiter als Menschen, dann ist der Unterschied zwischen dem handelnden Ingenieur als Menschen und dem Benutzer als Menschen tendenziell verschwindend gering, bzw. der Unterschied verschwindet ganz.

Durch einen Kontext-Switch wird dies noch deutlicher.

Im klassischen Engineering sind die Ingenieure die Experten, die eine Lösung für andere entwickeln. Im klassischen Städtebau sind es ebenfalls Experten, die für anonyme Bewohner etwas entwickeln. In der klassischen Politik sind es selbsternannte Experten, die für ihre Wähler politische Prozesse organisieren. Im Laufe der letzten Jahrzehnte ist allerdings das Bewusstsein gewachsen, das bei modernen verteilten technischen Systemen, die tief in den Alltag, tief in das private Leben eingreifen, eine Entwicklung ohne die direkte aktive Einbeziehung der konkreten intendierten Anwender immer weniger verantwortbar ist; neue Formen einer Einbeziehung der intendierten Anwender in den gesamten Designprozess erscheinen unumgänglich. Usability bekommt ein immer größeres Gewicht und eine immer differenziertere Bedeutung im technischen Bereich. Stadtplanung ohne Einbeziehung der Bürger in komplexen gesellschaftlichen Kontexten erscheint geradezu unverantwortlich. Politische Prozesse ohne mehr direkte Einbeziehung der Wähler als Bürger, als ihre eigenen Experten, kann aktuell das demokratische Bewusstsein und damit die Demokratie zerstören.

Was man also zu brauchen scheint, das ist ein umfassenderes Modell von kontext-sensitiver Kommunikation, Planung, und Bewertung, wo jeder sein eigener Experte sein kann, wo die Vielfalt der Aspekte nicht einfach weg-gefiltert wird, wo Worte nicht in Isolationshaft genommen werden, sondern den ihnen gemäßen dynamischen Kontext bekommen, so dass Zukunft ernsthaft gedacht werden kann als eine mögliche Richtung, die durch gemeinsames kreatives Denken angenähert werden kann.

Engineering erscheint dann als jene grundlegende Fähigkeit und Aktivität von uns Menschen, durch die wir ein konkretes Ziel praktisch so umsetzen, dass es für alle Beteiligten nachhaltig lebbar wird.(Nachhaltigkeit heißt in diesem dynamischen Kontext in keinster Weise schlichte Konservierung von Gestern, sondern Gestaltung des Gestern im Lichte des Morgen!).

SCHLÜSSEL ALLTAGSSPRACHE

Innerhalb der soeben skizzierten Themen und Prozesse gab es bei mir einen Sub-Prozess, ein spezielles Thema, das sich wie ein roter Faden überall durchzog: Kommunikation mit Sprache als Kernsystem. Als die beiden wichtigsten Ausdruckssysteme zeigen sich für mich die sogenannte normale Sprache, die Sprache unseres Alltags, in die jeder hinein geboren wird, und dann die mathematische Sprache, die von allen Ingenieuren (und auch Wissenschaftler) dieser Welt benutzt wird (ebenso die formalen Sprachen der Informatik und der Logik). Alle diese formalen Sprachen gehören zu einem einzigen Typ von formaler Struktur. In ihrer Spezialisierung können sie spezielle Aufgaben besser lösen als die Sprache des Alltags, aber jede formale Sprache setzt die normale Sprache als Rahmen, als Kontext, als Metasprache voraus. Für sich alleine ist keine formale Sprache lebensfähig. Dieser Zusammenhang ist vielen, die formale Sprachen benutzen, nicht klar.

Solange man sich in der speziellen Sub-Population der Ingenieure und Wissenschaftler bewegt, die überwiegend alle eine Schulung in formalen Sprachen absolviert haben, so lange fällt die spezielle Rolle der formalen Sprachen nicht so sehr auf; eher erscheinen diese als etwas Positives, da sie es möglich machen, viele komplexe Strukturen und Prozesse zu beschreiben, die ohne diese formalen Sprachen rein praktisch nicht beschreibbar wären. Die Mathematik ist — so gesehen — ein reales Werkzeug zur erweiterten Verarbeitung von Realität, das lebensnotwendig ist.

Die Mehrheit der Menschen verfügt aber bislang nicht über ausreichende Kenntnisse in formalen Sprachen, speziell nicht über grundlegende Kenntnisse im mathematischen Denken (nicht zu verwechseln mit der Fähigkeit, mathematische Rechnungen ausführen zu können). Dazu kommt, dass die formalen Sprachen ihre Kraft aus der Spezialisierung schöpfen. Ein fundamentaler Punkt ist, dass alle formalen Sprachen in ihrer Wurzel keinerlei Sitz im Leben haben: formale Sprachen sind grundsätzlich von jeder Wirklichkeit abgekoppelt. Während die Ausdruckssysteme der Alltagssprachen (Laute, Zeichen) von jedem Menschen von den ersten Tagen des Daseins an mit den vielfältigen Eindrücken der realen Alltagswelt und des eigenen Körpers im Gehirn miteinander assoziiert werden — intern im Gehirn wird eine komplexe Bedeutungsfunktion aufgebaut –, sind die formalen Ausdruckssysteme per Design ohne jede Alltags-Bedeutung (allerdings, ähnlich wie das Hintergrundrauschen im Weltall, gibt es Reste von Bedeutung in Form von sogenannten Wahrheitswerten bzw. innerhalb der mathematischen Sprache rudimentäre Bedeutungen von abstrakten Mengen, Enthalten sein, Beziehungen, und ähnlichen Begriffen). Aufgrund dieses Design-Merkmals formaler Sprachen haben alle formalen Theorien dieser Welt einschließlich aller Computer (ein realer Computer ist die Instanz eines mathematischen Begriffs genannt Turingmaschine (ein abstrakter Automat), und das Konzept der Turingmaschine ist rein formal der Strukturkern einer formalen Theorie) von sich aus keinerlei Bezug zu einer alltagssprachlichen Bedeutung. Möchte man jetzt formale Strukturen benutzen, um die Kommunikation zwischen Menschen im Alltag zu unterstützen, dann ist dies ohne einen riesigen Aufwand real nicht möglich. Bis heute gibt es für diese Aufgabenstellung zwar viele tausend Artikel und Bücher, aber keine einzige wirklich passende Theorie. Die Alexas dieser Welt sind nicht das, was sie zu sein scheinen.

Als eine Konsequenz des Konzepts eines modernen, integrierten Engineerings, das offene Entwicklungsprozesse favorisiert, bei denen alle Experten mitmachen können, wenn sie es denn wollen (und in einer Demokratie sollten möglichst viele wollen können), die auch grundlegend transparent und veränderbar sind, ergibt sich aus diesen Überlegungen, dass das grundlegende Ausdruckssystem für alle Kommunikation die Alltagssprache sein sollte. Da es bislang kein bekanntes technisches System gibt, das primär mit Alltagssprache arbeitet (Diktiersysteme, natürlichsprachliche Schnittstellen und ähnliches funktionieren anders, siehe dazu z.B. [1] und [2]), stellte sich eine grundsätzliche Designfrage: wie kann man ein technisches System konzipieren, das grundsätzlich nur mit Alltagssprache arbeitet, bei dem jeder ohne vorausgehende Schulungen direkt mit arbeiten kann? Wo sämtliche Inhalte, die in das System Eingang finden, als Alltags-sprachliche Texte erhalten bleiben, die jeder lesen und direkt abändern kann?

VOGELPERSPEKTIVE

Das nachfolgende Schaubild soll in einer Art Vogelperspektive einen ersten groben Überblick geben, wie die vielen Aspekte, die bislang angesprochen wurde, ineinander greifen, und wie ein System funktionieren kann, das nur mit Alltagssprache arbeitet.

Engineering des Geistes mittels Alltagssprache, ermöglicht durch ein technisches Background-System (siehe Text)

Zum Konzept einer integrierten Theorie des Engineerings [3] gehören die folgenden (stark vereinfachten) Wissensdimensionen:

  1. Ein wissenschaftsphilosophischer Rahmen, der die Einbettung der Engineering-Prozesse in die Alltagswelt, in die Gesellschaft, in die umgebende Realität ermöglicht.
  2. Der Engineering-Prozess selbst, in dem Ingenieure und Manager als Experten einen Prozess starten, organisieren und zu einer nachhaltigen Lösung führen.
  3. Innerhalb des Engineering Prozesses nimmt die Mensch-Maschine Analyse eine fundamentale Rolle ein: hier wird analysiert welche Problem unter Berücksichtigung welcher Kontexte (Rahmenbedingungen, Ziele,…) so umgesetzt werden sollen, dass die intendierten Anwender die neue Lösung optimal nutzen können.
  4. Im logischen Design, das auf der MMI-Analyse aufbaut, wird im Rahmen einer abstrakten mathematischen Struktur festgelegt, wie die gewünschten Systemleistungen organisiert werden sollen. Im vorliegenden Fall soll es möglich gemacht werden, dass beliebige Anwender beliebige Problemstellung mit Alltagssprache kommunizieren, modellieren und simulieren können einschließlich diverser Bewertungsverfahren.
  5. In der Implementierung werden dann alle diese Analysen in ein konkretes funktionierendes technisches System umgesetzt. Im konkreten Fall handelt es sich um eine bestimmte Software, die auf Servern läuft, die als Knoten im Internet funktionieren. Der Anwender kann mit dieser Software über interaktive Internetseiten kooperieren.

WEITERE ANALYSEN UND BEISPIELE

Die Vision, dass mit der neuen technischen Lösung beliebige Anwender beliebige Problemstellung mit Alltagssprache kommunizieren, modellieren und simulieren können einschließlich diverser Bewertungsverfahren, deutet an, dass es letztlich um eine neuartige Meta-Maschine geht, eine Art von Meta-Computer.

Obwohl es mittlerweile eine erste einfache Version der neuen technischen Lösung gibt (ab 3.Januar 2021 bedingt freigeschaltet), ist die Anwendungsdimension selbst trotz aller bisheriger Theorie noch weitgehend Neuland, eine terra incognita. Einen solchen Meta-Computer hat es bislang noch nie gegeben und die mögliche Tragweite für potentielle Anwendungen ist momentan noch ein bisschen wie ein Science Fiction. Aber so ist es.[4]

QUELLENANGABEN

[1] Gerd Doeben-Henisch, 23.Januar 2021 : https://www.cognitiveagent.org/2021/01/23/gedanken-und-realitaet-das-nichts-konstruieren-leben-schmecken-notiz/

[2] Gerd Doeben-Henisch, 29.Januar 2021: https://www.cognitiveagent.org/2021/01/29/sprachspiel-und-sprachlogik-skizze-teil-1/

[3] Der Begriff einer ‚Integrierten Theorie des Engineerings‘ [ITE] ist klar abzugrenzen von dem Konzept der ‚Integralen Theorie‚, wie es von Ken Wilbert und vielen anderen vertreten wird, siehe z.B.: https://de.wikipedia.org/wiki/Integrale_Theorie

[4] Was bislang publiziert wurde zeigt nur die Basis-Stufe ohne den Parameter-Raum, der noch dazu kommt, und ohne die Komponente der starken Künstlichen Intelligenz. Letztere ist in diesem Konzept vollständig integriert und kann in keiner Weiser irgendwie schädlich werden. Sie kann aber maximal positive Beiträge liefern. Die Künstliche Intelligenz der Zukunft besteht aus einer Symbiose von menschlicher und maschineller Intelligenz mit Priorität auf der menschlichen Intelligenz. Die menschliche (= biologische) Intelligenz ist der maschinellen grundsätzlich haushoch überlegen, auch wenn das die aktuellen Propagandisten der KI bislang noch nicht so sehen.

DER AUTOR

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Über cagent

Bin Philosoph, Theologe, Kognitionswissenschaftler und hatte seit 2001 eine Vertretungsprofessur und ab 2005 eine volle Professur im Fachbereich Informatik & Ingenieurswissenschaften der Frankfurt University of Applied Sciences inne. Meine Schwerpunke ab 2005 waren 'Dynamisches Wissen (KI)' und 'Mensch Maschine Interaktion (MMI)'. In dieser Zeit konnte ich auch an die hundert interdisziplinäre Projekte begleiten. Mich interessieren die Grundstrukturen des Lebens, die Logik der Evolution, die Entstehung von Wissen ('Geist'), die Möglichkeiten computerbasierter Intelligenz, die Wechselwirkungen zwischen Kultur und Technik, der mögliche 'Sinn' von 'Leben' im 'Universum'. Ab 1.April 2017 bin ich emeritiert. Neben ausgewählten Lehrveranstaltungen (z.B. 'Meditation als kulturelle Praxis' und 'Kommunalplanung und Gamification. Labor für Bürgerbeteiligung') widme ich mich weiterhin der Fertigstellung eines Buches zum integrierten Engineering (uffmm.org), zur Erstellung einer SW-Plattform für diese Theorie als Anwendung für eine 'Experimentelle generative Kulturanthropologie' (uffmm.org) und der Weiterentwicklung meines philosophischen Ansatzes (cognitiveagent.org).

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